Das Laponia Zentrum in Gällivare

Unsere Schweden-Reise im Juni 2017

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Gegen Abend besuchten Michael und ich das Laponia Zentrum in Gällivare. Hierbei handelt es sich um ein kleines Museum, das sich im ersten Stock des dortigen Bahnhofs über der Touristeninformation befindet. Mit der Mitarbeiterin, die uns in die Räumlichkeiten ließ, war Michael bereits bekannt, da er heute schon quasi ein Dauergast in dem Reisezentrum war.

Bahnhof in Gällivare

Im Bahnhof in Gällivare ist auch die Touristeninformation untergebracht. Im ersten Stock befindet sich zudem das Laponia Zentrum – eine Ausstellung über die Geschichte und das Leben in Lappland

In der sehr interessanten Ausstellung erfährt man so einiges über die Geschichte Lapplands und wie die Menschen dort früher gelebt haben und heute noch leben. Zudem sind hier zahlreiche Tiere zu sehen,  die in Lappland zu Hause sind, wie zum Beispiel Bären, Füchse, Luchse, Wölfe, der Vielfraß oder auch Elche. Und natürlich darf das Rentier nicht fehlen! Direkt im Eingangsbereich fanden wir ein besonders schönes vor, das wir ausgiebig fotografierten. Rentiere hatte ich bereits einige während der Busfahrt nach Arvidsjaur gesehen, allerdings war ich an keinem so nahe dran!

Rentier

Ein Rentier ganz aus der Nähe

Interessant war auch die in dem Museum ausgestellte Fotostrecke einer Sami, die sich noch mit der traditionellen Rentierzucht befasst. Sehr eindrücklich zeigt diese hierbei Szenen aus dem Alltag der Züchterin, zu denen unter anderem auch das Trainieren der Tiere mit dem Halfter zählt. Zu sehen ist auf den Bildern auch das sogenannte Zusammentreiben der Rentiere, das in der Regel im Frühjahr und im Herbst stattfindet. Hierzu gehören das Zählen, Markieren und Sortieren der „Herdenmitglieder“. Zudem werden die schlachtreifen Tiere eingefangen. Diese Rentierscheidung gilt als Jahreshöhepunkt der Züchter. Vor allem früher war die Rentierzucht die Lebensgrundlage der Sami. Doch leider können heutzutage immer weniger davon leben. Daher glauben viele nicht mehr an eine Zukunft für ihre Traditionen.

Szenen aus dem Alltag einer Rentierzüchterin

Szenen aus dem Alltag einer Rentierzüchterin

In der Ausstellung fielen mir besonders interessante in einer Glasvitrine ausgestellte Schuhe ins Auge, die ich unbedingt fotografieren musste. Gefertigt waren diese aus Fell und Leder. Offenbar handelte es sich hierbei ebenfalls um ein Erbe aus der samischen Kultur.

Unser Abendessen nahmen wir im hoteleigenen Steakhaus ein. Das Essen war dort wirklich hervorragend! Nun befanden wir uns am nördlichsten Punkt unserer Reise. Morgen sollte es wieder gen Süden gehen. Da unser Zug bereits um 7.50 Uhr startete, ließen wir den heutigen Abend rechtzeitig ausklingen.

Schuhe aus Lappland

Schuhe aus Lappland

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Frohe Weihnachten!

„Im Grunde sind es immer die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben.“ 👪

Wilhelm von Humboldt

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern meines Blogs ein frohes Weihnachtsfest 🎄 und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2018 🎆.

Eure Yvonne Steplavage 🎅

Impressionen vom Culture Trail in Gällivare

Unsere Schweden-Reise im Juni 2017

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Nach einer kleinen Kaffeepause beschloss auch ich, den rund 3 Kilometer langen Culture Trail in Gällivare zu laufen. Michael war ihn bereits nach seinem Besuch der LKAB-Mine gegangen, trotzdem begleitete er mich ab dem Bahnhof noch ein Stück. Der erste Teil der Strecke führte an den Bahngleisen entlang. Von hier aus hatten wir einen herrlichen Blick auf den Berg Dundret. Auf diesem Abschnitt befand sich auch eine sehr schöne samische Kirche aus dem Jahr 1747. Errichet wurde diese, um die Ureinwohner Lapplands zum Christentum zu bekehren.

Berg Dundret

Blick vom Culture Trail aus auf den Berg Dundret

Später machte der Weg eine Linkskurve. Ab hier ging ich alleine weiter. Auf der rechten Seite war das malerische Schloss Fjällnas zu sehen, an dem ich bereits am Vormittag vorbei gekommen war. Weiter ging an vorbei an Wohnhäusern und Gärten, die am Rand des Ortes lagen. Ich genoss den Spaziergang in vollen Zügen. Der Weg führte weiter in ein Waldstück, vor dem sich auch ein Campingplatz befand. Auf der anderen Seite war eine sehr schöne alte Mühle zu sehen. Ein Stück weiter lag rechterhand ein historisches samisches Dorf mit den traditionellen Bauten der Ureinwohner Lapplands, das ich ausgiebig fotografierte. Der Weg führte weiter zu einem Fluss, an dem ich innehielt und die einmalige Atmosphäre der Natur auf mich wirken ließ. Nachdem ich eine Weile dem Rauschen des Wassers zugehört hatte, machte ich kehrt, denn so langsam verspürte ich Hunger.

Die nachfolgenden Bildaufnahmen zeigen einige Impressionen des Culture Trails:

Die samische Kirche in Gällivare aus dem Jahr 1747

Die samische Kirche in Gällivare aus dem Jahr 1747

Gelbe Blume am Wegesrand

Ein einsames Blümchen am Wegesrand

Alte Windmühle

Eine alte Windmühle

Samische Behausung

Historische Behausung der Sami in Gällivare

Gällivare Fluss

Innehalten am Fluss außerhalb von Gällivare

 

 

Die LKAB Mine in Malmberget

Unsere Schweden-Reise im Juni 2017

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Heute möchte ich über die LKAB Mine in Malmberget berichten. Diese besuchte ich allerdings nicht selbst, sondern mein Lebensgefährte Michael. Wie bereits in meinem letzten Beitrag geschrieben, erkundete ich an diesem Vormittag Gällivare inklusive des dortigen Heimatmuseums. Nach dem Frühstück machte sich Michael auf den Weg zu der gegenüber unseres Hotels liegenden Touristeninformation. Dort erfuhr er, dass der Trip zur LKAB Mine bereits um 9.30 Uhr startete, eine halbe Stunde früher als in den Reiseunterlagen aufgeführt. Da die Zeit knapp war, rannte er noch schnell ins Hotel, um seine Jacke und die Kamera zu holen.

Schläge und Eisen

Schlägel und Eisen- das traditionelle Werkzeug eines Bergarbeiters (Quelle: Wikipedia)

Die Tour startete in zwei Vans, die eine wurde in schwedischer, die andere in englischer Sprache durchgeführt.  Außer Michael nahm lediglich ein weiterer Tourist aus den Niederlanden an der Führung teil, der jedoch gut Deutsch sprach. Der Guide selbst konnte aber nur Englisch…

Während der Fahrt zur LKAB Zentrale wurde mit Hilfe eines Monitors über das Unternehmen LKAB, die Erzförderung, die Verarbeitung dieses Elements bis hin zum Endprodukt (Pellets) berichtet. Bei LKAB, als Abkürzung für Luossavaara-Kiirunavaara Aktiebolag, handelt es sich um ein schwedisches Bergbauunternehmen mit Sitz in Luleå, das bis heute vorwiegend Eisenerz fördert. Die zugehörige Malmberget Mine gilt als eine der größten Eisenerzminen in Schweden. Insgesamt verfügt sie über eine jährliche Produktionskapazität von mehr als fünf Millionen Tonnen Eisenerz. Die neue Hauptebene befindet sich auf 1250 Metern Tiefe, während der tiefste Punkt des Stollens 1390 Meter unter der Erde liegt. Obwohl die Vorführung auf dem Monitor sehr lehrreich und interessant war, fühlte sich Michael teilweise sehr an Vertriebspräsentationen erinnert 😀

Eisenerzpellets

Eisenerzpellets (Foto: Arnoldius; Quelle: Wikipedia)

Der Holländer kannte sich mit der Materie selbst sehr gut aus und stellt viele Fragen. Die Tour startete in einem Umkleideraum, Gummistiefel und Jacke wurden angezogen und ein Helm durfte auch nicht fehlen. Das Fotografieren während der Führung unter Tage war leider nicht erlaubt. Die Tour hinunter in den Stollen fand im PKW statt, es ging bis auf die in 1250 Metern Tiefe liegende Hauptebene. Viele Tunnels und Abzweigungen waren zu sehen, auch eine Reparaturwerkstatt für Bagger und andere Gerätschaften. Schließlich ging es wieder nach oben,  in ca. 500 m Tiefe wurde erneut gestoppt. Obwohl sich Michael immer noch sehr tief unter der Erde befand, hatte er guten Handyempfang. Als Andenken nahm er einige Steine aus dem Stollen mit.

Am Ende der Führung bekamen die Teilnehmer noch zusätzlich zwei Palets geschenkt. Danach ging es wieder zurück zum Bahnhof in Gällivare. Michael verbrachte hier noch einige Zeit. Er hoffte, noch einen jener Güterzüge zu sehen, die von der Mine bis zur Ostsee fahren. Deren Loks gelten als die stärksten auf der ganzen Welt. Zudem verfügen sie über unzählige Waggons. Leider kam keiner dieser Züge. Daher ging Michael schließlich noch einmal in die Touristeninformation. Hier wurde ihm der sogenannte Culture Trail empfohlen, ein Rundgang durch Gällivare und Umgebung von rund zwei Kilometern. Von diesem werde ich in meinem nächsten Beitrag noch ausführlich berichten.

Danach ging Michael noch einmal zur Bahnlinie, um nach einem der Güterzüge Ausschau zu halten, auch dieses Mal leider erfolglos. Daher ging er zurück zum Hotel, in dessen Eingangbereich wir aufeinanderstießen. Hier legten wir erst einmal die bereits erwähnte Kaffeepause ein.

Rundgang durch Gällivare und Besuch des Heimatmuseums

Unsere Schweden-Reise im Juni 2017

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Nach einem ausgiebigen Frühstück machte sich mein Lebensgefährte auf den Weg zur Touristeninformation. Von dort aus startete der Bus zur LKAB Mine in Malmberget, die durch den Abbau von Eisenerz einen überregionalen Bekanntheitsgrad erlangt hat und von Besuchern besichtigt werden kann. Da ich von der kurzen letzten Nacht noch ein wenig geschlaucht war, beschloss ich, vor Ort zu bleiben und erst einmal einen Spaziergang durch die Gemeinde Gällivare zu unternehmen. Auch wollte ich das dortige Heimatmuseum besuchen. Daher schaute ich als erstes, wo sich dieses befand. Den Besuch der Ausstellung selbst verschob ich allerdings auf die Mittagszeit, da ich zunächst noch ein wenig Gällivare erkunden wollte.

Die Neue Kirche in Gällivare

Die Neue Kirche in Gällivare

Zunächst ging ich zu der sehr sehenswerten Neuen Kirche, um einige Fotos zu machen. Gerne wäre ich hineingegangen, denn die Lichter in den Fenstern sahen so einladend aus. Dies war jedoch wegen einer Feier nicht möglich. Also lief ich weiter durch ein Wohngebiet in Richtung Ortsausgang. Von Weitem sah ich auf einer Anhöhe das Schloss „Fjällnäs, das ich sehr beeindruckend fand. Um dieses zu fotografieren, ging ich näher an das Bauwerk heran. Danach machte ich noch einige Panoramafotos von dem Fluss, den Häusern sowie dem Berg Dundret.  An dem Fluss befand sich auch eine Brücke, just in dem Moment kam ein Güterzug.

Schloss Fjällnäs in Gällivare

Das eindrucksvolle Schloss „Fjällnäs“ in Gällivare

Doch als ich anfing zu filmen, schaltete sich zu meinem Ärger die Kamera aus, da meine Speicherkarte voll war. Nachdem ich diese ausgetauscht hatte, wartete ich noch eine Weile auf einen nachfolgenden Zug, doch es kam leider keiner. Danach ging ich in den Ort zurück und lief in Richtung des Heimatmuseums.

Die in einer ehemaligen Schule untergebrachte Ausstellung hielt einiges sehr Sehenwertes rund um die samische Kultur sowie die ersten Siedler Lapplands bereit, auch einige einheimische Tierarten waren hier ausgestellt. In einem der Räumlichkeiten gab es sogar eine richtige Holzhütte aus Zeiten der ersten Siedler mit einer nachgebauten Feuerstelle im Inneren, die man auch betreten durfte. Ich fühlte mich weit in die Vergangenheit zurückversetzt und konnte mir ein gutes Bild davon machen, wie einfach die Leute damals lebten. In einem anderen Bereich sah ich eine Vielzahl an Werkzeugen, die die Sami in ihrem Alltag verwendeten. Auch Geschirr und Schmuck aus dieser Kultur konnte ich hier bestaunen.

Heimatmuseum in Gällivare

Das Heimatmuseum in Gällivare – untergebracht in einer ehemaligen Schule

Auf der mittleren Etage des Heimatmuseums befand sich zudem ein Shop mit vielen Souvenirs aus der Region. Ich kaufte mir einen schönen Kühlschrankmagneten mit der Aufschrift „Lappland“, auf der ein Husky abgebildet war. Beim Bezahlen unterhielt ich mich kurz mit der Angestellten, die aus Deutschland kam.

Danach ging ich zum Bahnhof, um auch von diesem Fotos zumachen. Im Anschluss unternahm ich noch einen Spaziergang in ein Wohngebiet auf der anderen Seite der Bahnlinie, um den Berg Dundret noch einmal aus der Nähe zu fotografieren. Dann ging ich zurück zum Hotel, wo ich im Eingangsbereich meinen Lebensgefährten traf, der auch gerade zurück gekommen war. In der Hotellobby tranken wir gemeinsam einen Kaffee, und wir erzählten uns gegenseitig von unseren Erlebnissen. Von seiner Tour in die Bergarbeitermine werde ich in meinem nächsten Beitrag berichten.

Bahnhof in Gällivare

Der Bahnhof in Gällivare

Berg Dundret

Der Berg Dundret – aufgenommen von einem hinter der Bahnlinie gelegenen Wohngebiet

Gällivare: Fahrt durch eine ehemalige Bergarbeitersiedlung und auf den Gipfel des Berges Dundret

Unsere Schweden-Reise im Juni 2017

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21. Juni 2017, ab 22 Uhr: Unsere Rundfahrt durch Gällivare und die benachbarte Umgebung mit dem Bus startete zunächst durch die ehemalige Bergarbeitersiedlung Malmberget. Per TV erhielten wir einige Informationen über den Ort, unter anderem die Anfänge und die Entwicklung des Eisenerzabbaus.

Blick auf den Ort Malmberget in Schweden

Blick auf die frühere Bergarbeitersiedlung Malmberget. (Quelle: Swedish Wikipedia * Malmberget med „Gropen“ * Foto av sv: Användare: Vinterfrid, Februar 2005)

1741 wurde das Mineral hier zum ersten Mal 1741 gebrochen. Nach der Fertigstellung der Erzbahn im Jahr 1888 zwischen dem Ostseehafen Luleå bis zu den Gruben begann ein sogenannter „Erzrausch“, der durchaus vergleichbar mit dem Goldrausch in Nordamerika war. Die erste Zeit wohnten die hier eingesetzten Bergmänner in Hütten, die sie aus leeren Dynamitkisten errichtet hatten.

Durch Malmberget erstreckt sich eine 250 Meter tiefe Grube, die die Gemeinde in zwei Hälften teilt. Aufgrund der zunehmenden Einsturzgefahr werden ständig Gebäude und Wege abgerissen. Im Laufe der vergangenen Jahrzehnte hat sich die Einwohnerzahl stark vermindert. Auch hierfür ist die Ausdehnung der vom Einsturz bedrohten Zone einer der vorwiegenden Gründe. Es erfolgte eine Umsiedlung der Menschen in das drei Kilometer entfernte Gällivare.

Auf dem Berg Dundet mit heißen Getränken

Bei Ankunft auf dem Berg Dundret wurde ein Tisch mit heißen Getränken aufgebaut. Trotzdem war es auch aufgrund des eisigen Windes bitterkalt.

Der heute ungenutzte Streifen zwischen den beiden Ortsteilen von Malmberget ist rund 500 Meter breit. Der etwas dichter besiedelte Westteil heißt weiterhin Malmberget. In diesem befindet sich auch die meisten öffentlichen Einrichtungen. Der östliche Teil trägt den Malmberget östra („Malmberget Ost“).

In Malmberget finden Besucher ein Grubenmuseum vor, in dem sie umfassende Informationen über die Geschichte des örtlichen Erzbergbaus bis in die heutige Zeit erhalten. Auch eine einzigartige Mineralsammlung und sowie eine Fotoausstellung können hier besichtigt werden.

Blick vom Berg Dundet ins Tal bei dichtem Nebel

Auf dem Gipfel der Berges Dundret: Von hier aus hat man normalerweise um diese Zeit zur Sommersonnenwende einen herrlichen Ausblick mit der Mitternachtssonne ins Tal.

Um 23 Uhr fuhren wir mit dem Bus schließlich hinauf auf den insgesamt 823 Meter hohen Berg Dundret, auf dem bei gutem Wetter die Mitternachstsonne zu sehen ist. Doch leider hatte sich diese heute aufgrund der Witterung hinter den Wolken versteckt. Uns erwartete dichter Nebel und ein eisiger arktischer Wind mit leichtem Graupel. Die Außentemperatur betrug 1° C. Auf dem Berg angekommen verließen alle Fahrgäste den Bus. Draußen wurde vom Busfahrer ein Tisch mit Kaffee und heißem Tee aufgebaut. Trotz allem hielt man es augrund des eisigen Windes in der freien Natur nicht lange aus. Wir liefen zu der Stelle, an der aus man normalerweise den genialen Blick mit der Mitternachtssonne ins Tal hat. Leider sah man außer einigen Umrissen gar nichts.

Wetterstation auf dem Berg Dundet im schwedischen Gällivare

Auch die Radio- und Wetterstation auf dem Berg Dundret lag heute in dichtem Nebel

Auf dem Berg Dundret befindet sich zudem eine Wetterstation, die jedoch auch an diesem Tag im Nebel lag.  In einer Wetterstation oder Wetterhütte kommen verschiedene Messgeräte zum Einsatz, die zur Bestimmung meteorologischer Größen und daher der Wetterbeobachtung an einem bestimmten Ort dienen. Diese feinmechanischen Messinstrumente werden von unterschiedlichen Anbietern vertrieben, unter anderem auch von Balticproducts.eu, einem schwedischen Familienunternehmen mit Sitz in Orrefors. Des Weiteren werden Wetterstationen für staatliche Wettermessungen sowie Wettervorhersagen genutzt.

Während unseres nicht allzu langen Aufenthalts auf dem Berg Dundret froren nach kürzester Zeit trotz warmer und wetterfester Kleidung alle. Wir machten noch schnell ein paar Fotos von der Nebelwand, danach traten wir mit dem Bus den Rückweg an. Noch vor Mitternacht kamen wir wieder an unserem Hotel an. Wir unterhielten uns an der Hotelbar noch kurz mit einem Schweizer Ehepaar, das wir bereits von der Fahrt mit der Inlandsbahn her kannten. Unter anderem sprachen wir über das Thema Reisen und Orte, die wir bereits besucht hatten, wie zum Beispiel Island, Mallorca, Kanarische Inseln etc..

 

Über dem Polarkreis – Weiterfahrt mit der Inlandsbahn nach Gällivare

Unsere Schweden-Reise im Juni 2017

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Bahnhof in Jokkmokk

Der Bahnhof von Jokkmokk – das Zentrum der samischen Kultur in Lappland

Nachdem wir den nördlichen Polarkreis passiert hatten, hielten wir nach einer kürzeren Fahrt im nahegelegenen Jokkmokk. Bei diesem Ort handelt es sich um das Zentrum der samischen Kultur in Schweden. Hier gibt es mehrere Schulen und auch Ausbildungszentren. Des Weiteren ist die Gemeinde für ihren jährlich stattfindenden Wintermarkt (Jokkmokks Vintermarknad) bekannt, bei dem seit 1605 Sami aus ganz Lappland ihre traditionellen Waren anbieten.

Erste Mahlzeit über dem Polarkreis

Unsere erste Mahlzeit über dem Polarkreis – Es gab Rentiergeschnetzeltes und Cloudberries zum Nachtisch

Unsere nächste Pause legten wir zum Abendessen in einem Rasthaus ein. Bei diesem handelte es sich um eine urige Holzhütte, die sich gegenüber eines an einem See gelegenen Campingplatzes befand. Auch die mit Holz verkleideten Innenräume strahlten ein gemütliches Ambiente aus. Draußen gab es zudem ein Räucherhaus, das auch betreten werden konnte. Probiert haben wir Geschnetzeltes aus Rentierfleisch, das sehr lecker schmeckte. Das Fleisch erinnerte mich ein wenig aus einer Mischung von Rind und Wild.

Moltebeere

Unser Nachtisch in Natura: eine reife Cloudberry (auf Deutsch: Moltebeere) Quelle: Wikipedia

Zum Nachtisch gab es Cloudberries, von denen wir vorher noch nichts gehört hatten, die jedoch auch einen guten Geschmack (etwas herb) hatten. Später recherchierte ich nach, um welche Beerenart es sich handelte. Auf Deutsch ist diese Fruchsorte unter dem Namen Moltebeere bekannt. In Mitteleuropa findet man sie sehr selten, verbreitet ist sie vorwiegend im subarktischen und arktischen Raum, vor allem in den folgenden Ländern: Schweden, Norwegen, Finnland, Schottland, England und Russland.

See in Nordschweden

Stimmungsvolles Ambiente an dem nahe des Rasthauses gelegenen See

Nach dem Abendessen haben wir uns draußen noch ein wenig die Beine vertreten. An dem See am Campingplatz waren einige Angler unterwegs, das abendliche Ambiente war sehr stimmungsvoll. Gerne hätten wir noch einige Fotos mehr gemacht, doch der Zugführer kündigte bereits mit der Hupe die Weiterfahrt an. Also begaben wir uns zurück auf unsere Plätze. Bei Abfahrt standen die Mitarbeiter der Raststätte nebeneinander und winkten uns zum Abschied.

Inlandsbahn am Rasthaus in Nordschweden

Die Inlandsbahn wartet bereits zur Weiterfahrt nach Gällivare.

Je weiter wir uns unserem Zielort näherten, desto mehr verschlechterte sich bedauerlicherweise das Wetter. Wir erreichten Gällivare gegen halb neun, leider bei Regen und Nebel. Wir hatten noch genügend Zeit, uns im Hotelzimmer ein wenig frisch zu machen. Um 22 Uhr starteten wir mit dem Bus eine Rundfahrt durch den Ort und die benachbarte Bergarbeitersiedlung Malmberget. Auch sollte uns die Tour auf den Berg Dundret führen, von dem man (allerdings bei klarem Himmel) eine herrliche Aussicht auf Gällivare hat. Von der Fahrt werde ich in meinem nächsten Beitrag berichten.