Fledermäuse – Tiere der Nacht

Zu einer für mich sehr faszinierenden Tierart zählen die Fledermäuse. Gemeinsam mit den Flughunden gehören sie zur Ordnung der Fledertiere. Weltweit gibt es rund 900 Arten von Fledermäusen, 40 davon leben in Europa. Mit Ausnahme der Antarktis sind sie auf allen Kontinenten der Erde zu finden. Jedoch auch in den Polargebieten und auf manchen abgelegenen Inseln fehlen sie. Die Gattung der Mausohren, ebenfalls unter dem Namen Myotis bekannt, ist die generell am weitesten verbreitete Säugergattung. Des Weiteren sind unter den Fledermäusen auf der Welt sehr häufig der Glattnasen-Freischwanz und die Bulldoggfledermaus zu finden. Fledermäuse und Flughunde sind die einzigen Säugetiere, die fliegen können. Während sich die Flughunde von Früchten ernähren, fressen die Fledermäuse in erster Linie Insekten und Spinnen. Allerdings gibt es bei Letzteren auch Arten, die fischen können. In Südamerika sind des Weiteren „Vampirfledermäuse“ zu finden, die Blut trinken.

FledermausIn Deutschland gehören die Fledermäuse zu den geschützten Tierarten, denn als Insektenfresser sind sie für das Ökosystem und die Landwirtschaft unentbehrlich. Vögel ernähren sich zwar auch von Insekten, allerdings nur von denjenigen, die am Tag unterwegs sind. Hier kommt die bedeutende Rolle der Fledermaus ins Spiel. Denn sie frisst vor allem die nachtaktiven Insekten, die in der Landwirtschaft großen Schaden anrichten können. Auf den großen Maisfeldern in den Vereinigten Staaten von Amerika sind sie als natürlicher Insektenvernichter von unschätzbarem Wert. Riesige Schwärme von Fledermäusen rücken hier Nacht für Nacht aus und fressen zum Teil Mengen, die ihr eigenes Körpergewicht übersteigen. Vergleichbar wäre dies mit einem Menschen, der täglich 500 Hamburger vertilgt. Mehr Informationen hierzu gibt es in dem folgenden Video:

Fledermäuse im Ökosystem/Das Erste

In der Dunkelheit orientieren sich die Fledermäuse mit ihrem Echolotsystem, indem sie Schallwellen aussenden. Durch Reflexion dieser sind sie in der Lage, sich ein Bild von ihrer Umgebung machen. Diese Technik ist so detailliert und gründlich, dass das Tier sogar ein menschliches Haar erkennen kann. Das Echolotsystem dient vor allem der Jagd von Beute. Für die Fledermäuse ist es kein Problem, mit schwankenen Temperaturen klarzukommen. Im Winter senken sie ihre Körpertemperatur insoweit, bis sie die Kälte der Wand angenommen haben, an der sie hängen. Pro Stunde atmen sie nur einige Male, ihr Herzschlag ist extrem schwach. Ist der Winter wie in diesem Jahr eher mild, sind auch die Insekten früher als sonst zu Gange. Auch die Fledermaus erwacht in einem solchen Fall früher als sonst aus ihrem Winterschlaf. Um sich aus ihrer Erstarrung zu lösen, erhöht die Fledermaus durch Muskelzittern ihre Körperwärme nur innerhalb von 20 Minuten auf ihre Normaltemperatur. Weitere umfassende Informationen über diese interessante Tiereart erhalten Sie auf der folgenden Website von Wikipedia:

http://de.wikipedia.org/Fledermäuse

Ein Kommentar zu “Fledermäuse – Tiere der Nacht

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