Die Burgruine Schnellerts – ein lange vergessener Ort

Am vergangenen Sonntag haben wir eine Wanderung zu der sagenhaften Burgruine Schnellerts im Odenwald besucht. Diese befindet sich oberhalb des Brensbacher Ortsteils Stierbach. Von dort aus starteten wir unsere rund 45minütige Tour (einfache Strecke).

Die Route war sehr angenehm zu laufen, weite Teile führten durch den kühlen Wald. Dies war an dem heißen vorsommerlichen Tag doch recht angenehm. Nach einem letzten recht steilen Stück Weg erreichten wir die Burg, oder vielmehr das, was noch von ihr übrig war.

Die Überbleibsel der ursprünglich sicherlich sehr beeindruckenden Festung wurden bei archäologischen Ausgrabungen im 20. Jahrhundert gefunden. Von dem Bauwerk selbst gibt es bislang keine urkundlichen Nachweise. Historiker vermuten, dass die Burg um 1300 erbaut und bereits 1400 zerstört wurde. Weitere Infos zu diesem geheimnisvollen Ort gibt es unter dem folgenden Link:

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Burg_Schnellerts

Neben den alten Gemäuern befinden sich auf dem Festungsgelände noch eine moderne Schutzhütte sowie einige Bänke zum Niederlassen. Hier legten auch wir eine Rast ein und ließen die Atmosphäre auf uns wirken. Der ganze Ort strahlte etwas Mystisches, Sagenumwobenes aus. Rundherum war lediglich das Gewitscher der Vögel zu hören, sonst war hier niemand. Möglicherweise lag dies an der doch recht hohen Temperatur.

Die folgenden Fotos vermitteln einen Eindruck von der einstigen Burg und ihrer Umgebung:

Der Bärlauch – ein leckeres und sehr beliebtes Frühlingskraut

Diese vielseitige Pflanze hält im Frühjahr in zahlreichen Küchen Einzug

An Ostern habe ich gemeinsam mit meinem Lebensgefährten Michael einen Ausflug zum Kühkopf bei Erfelden im südhessischen Ried unternommen.

Bärlauch

Auf dem Kühkopf blühte über Ostern schon vielserorts der Bärlauch

In diesem weitläufigen Naturschutzgebiet wachsen zahlreiche Pflanzenarten, so auch der als Gewürz sehr beliebte Bärlauch. Ich mag ihn vor allem seines intensiven Geruchs, der an frischen Knoblauch erinnert.

Während unseres Spaziergangs durch das bewaldete Gebiet erwartete uns mancherorts ein Teppich von blühenden Bärlauch. Diese grün-weiße Pracht lud uns zu zahlreichen Fotoaufnahmen ein. Die Blüten lockten eine Vielzahl von Insekten an, die ich in einige meiner Bilder integrierte.

Insekten auf dem Bärlauch

Der Bärlauch lockt mit seinen strahlend weißen Blüten eine Vielzahl an Insekten an

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Verbreitet ist der Bärlauch vor allem in den Wäldern Europas und Asiens. Er wächst bis zu einer Höhenlage von 1.900 Metern. In der Regel blüht er von April bis Mai.

Dieses sehr beliebte Wildgemüse hält zu Beginn des Frühjahrs in zahlreichen Küchen Einzug. Viele Speisen werden mit ihm geschmacklich verfeinert und aufgepeppt. Die Pflanze ist zwar vollständig essbar, genutzt werden aber in erster Linie die Blätter, manchmal auch die Stängel. Der Bärlauch dient unter anderem als Dip von Saucen oder auch Kräuterbutter, häufig wird er jedoch auch einfach als Gemüse für die Frühlingsküche genutzt.

Sehr empfehlenswert ist zudem eine frische Bärlauchsuppe, die man hervorragend als Vorspeise servieren kann. Folgendes Rezept möchte ich hierzu vorstellen:

Bärlauchsuppe (für 2 Personen)
Zubereitungszeit: 45 Minuten

Bärlauch auf dem Kühkopf

Der Bärlauch gilt in der Frühlingskuche als ein vielseitiger Verfeinerer von Speisen

150 g Kartoffeln
1 Knoblauchzehe
40 g Schalotten
20 g Butter
400 ml Gemüsefond
125 ml Schlagsahne
50 g Bärlauch
Salz
Pfeffer
Muskat
1 Tl Zitronensaft

Zubereitung:

Schalotten und Knoblauch schälen und in feine Würfel schneiden. Kartoffeln ebenfalls schälen, waschen und würfeln. Anschließend die Butter erhitzen, Knoblauch, Schalotten und Kartoffeln darin dünsten. Gemüsefond und Sahne hinzufügen, mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Suppe 20 Minuten auf geringer Hitze kochen lassen. Währenddessen den Bärlauch waschen, putzen und in feine Streifen schneiden. Suppe mit 3/4 des Bärlauchs in einem Mixer fein pürieren, danach den Zitronensaft hinzugeben. Die fertige Suppe in Tellern anrichten, mit den übrigen Bärlauchstreifen garnieren.

Guten Appetit!

Quelle: www.essen-und-trinken.de/rezepte/39741-rzpt-baerlauchsuppe

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Das neue Begrüßungsvideo in meinem YouTube-Kanal

In diesem Beitrag möchte ich gerne mein Begrüßungsvideo bei YouTube vorstellen, das ich neu gestaltet habe. Neben meiner Website und diesem Blog nutze ich den Kanal, um meine Erlebnisse und Erinnerungen auch in visueller Form zur Verfügung zu stellen, wie beispielsweise von meinen Reisen oder auch Ausflügen.

Natürlich seid ihr herzlich dazu eingeladen, dort vorbeizuschauen. Vielleicht kennt ihr den einen oder anderen Ort auch bereits, oder ihr findet neue Anregungen für euren nächsten Urlaub sowie Ausflug. Ich wünsche euch viel Spaß beim Stöbern und Anschauen! 🙂

Video:

 

 

Mystische Orte

Bilder im Nebel heben sich durch ihre einzigartige mystische Atmosphäre in besonderer Weise hervor. Sie begrenzen das Sichtfeld und bringen somit den Betrachter zum Rätseln. Was verbirgt sich hinter dem dunstigen Vorhang?

Als Hobbyfotografin bin ich immer wieder von derartigen Aufnahmen begeistert. In der folgenden Fotostrecke habe ich verschiedene Bilder zu diesem Thema zusammengefasst, die ich auf meinen Touren innerhalb Darmstadts und Umgebung aufgenommen habe.

Der Hessencourrier in Kassel – Ein Dampfzug mit Charme

Vergangenen Herbst haben wir im Zuge unserer Tour durch Nordhessen auch den Bahnhof des Hessencourrier e. V. in Kassel besucht. Diese im Jahr 1972 ins Leben gerufene Interessensgemeinschaft hat es sich zum Ziel gesetzt, historische Eisenbahnfahrzeuge zu sammeln und wieder fahrtüchtig zu machen. Zu diesen gehören verschiedene Dampf- und Diesellokomotiven, aber auch Güter- und Personenwagen. Da ein Großteil  der Züge einst auf hessischen Bahnstrecken verkehrte, wurde der Name „Hessencourrier“ gewählt.

Museumseisenbahn Hessencourrier

Die historische Museumseisenbahn des Vereins Hessencourrier e. V. fährt an insgesamt 12 Terminen im Jahr

Die ursprüngliche Bahnstation des Vereins befand sich bis 2007 im Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe Süd. Diese musste allerdings einer Werkstatt für die Verkehrsgesellschaft Cantus weichen. Daher wurde ein neuer Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe Hessencourrier in unmittelbarer Nähe errichtet.

An zwölf Terminen im Jahr fährt von hier aus auf der 33,4 Kilometer langen Route Kassel–Naumburg eine historische Museumseisenbahn, so auch an dem Tag unseres Besuchs. Von dem Zug sowie der Ausfahrt aus dem Bahnhof habe ich ein kleines Video gedreht, das euch mit auf eine Reise in die Vergangenheit nimmt.

Video:

Die Johanneskirche – Meine langjährige Nachbarin

Das neugotische Bauwerk ist namensgebend für das Darmstädter Johannesviertel und stellt zudem seinen Mittelpunkt dar.

Meinen heutigen Blogbeitrag möchte ich der Johanneskirche widmen, die sich seit vielen Jahren in meiner Nachbarschaft im Johannesviertel befindet. Mein täglicher Weg führt fast immer an ihr vorbei.

Die Darmstädter Johanneskirche

Die beeindruckende Darmstädter Johanneskirche ist namensgebend für das Johannesviertel, das früher „Blumenthalviertel“ genannt wurde

Das imposante Bauwerk liegt nur zehn Minuten Fußweg vom zentral gelegenen Luisenplatz entfernt. Erbaut wurde die neugotische Kirche nach den Vorlagen des Münchner Architekten Heinrich von Schmidt von dem Kirchenbaumeister Karl Schwartze, ihre Einweihung fand im Jahr 1894 statt. Besonders eindrucksvoll waren die Glasfenster des Gebäudes, die Szenen aus dem Leben Christi und der hessischen Kirchengeschichte darstellten. Leider wurden diese mitsamt des Gotteshauses im Zweiten Weltkrieg zerstört. Glücklicherweise blieben die Kirchenglocken erhalten. Diese waren zuvor nach Hamburg zum Einschmelzen gebracht worden. 1951 fand deren Rückführung nach Darmstadt statt. Heute hängen diese vierstimmigen Glocken in dem 61 Meter hohen Kirchturm.

Nur ein Jahr danach erfolgte der Neuaufbau der Johanneskirche unter Leitung von Oberbaurat Karl Schaefer. Viele der einstigen neugotischen Stilelemente verschwanden im Zuge dessen, da die Gemeinde vor allem für den Innenraum Wert auf eine schlichte Gestaltung legte. Bei der Wiederrichtung wurden des Weiteren die für die Dachdeckung vorhandenen Schieferplatten entwendet. Aus diesem Grund war das Dach über einen langen Zeitraum mit Ziegelsteinen gedeckt.

Der Kirchturm der Darmstädter Johanneskirche

Der 61 Meter hohe Turm der Darmstädter Johanneskirche

2001 fanden an dem Kirchengebäude umfangreiche Restaurierungen statt. Infolgedessen wurde auch das Dach renoviert und mit ungleich großen Schieferplatten gedeckt. Das Gotteshaus ist die Pfarrkirche der evangelischen Johannesgemeinde in Darmstadt. In ihr finden vielseitige Gottesdienste statt, die auf unterschiedliche Alters- und Zielgruppen abgestimmt sind.

Weitere Informationen findet ihr auf der Website der Johannesgemeinde:

http://www.johannesgemeinde.com

Die Veste Otzberg

Mittelalterliches Ambiente im nördlichen Odenwald mit einem tollen Ausblick auf die weitere Umgebung

Unser Ausflug am vergangenen Sonntag hat meinen Lebensgefährten Michael und mich nach langer Zeit wieder einmal auf die historische Veste Otzberg geführt. Diese befindet sich im nördlichen Odenwald auf dem Basaltkegel eines längst erloschenen Vulkans oberhalb des Ortes Hering.

Eingang zur Veste Otzberg

Eingang zur Veste Otzberg

Da das Wetter einfach traumhaft war, herrschte auf dem Burghof reger Betrieb. Viele Besucher ließen sich in dem integrierten Biergarten nieder und genossen die goldene Oktobersonne. Mächtig ragte der im Zentrum des Burghofs gelegene Aussichtsturm in den tiefblauen Himmel. Wir packten unsere Kameras aus und machten einige schöne Fotos von ihm und den umliegenden Gebäuden, danach entschlossen wir uns selbst zu einer Turmbesteigung.

Burghof der Veste Otzberg mit Aussichtsturm

Der Burghof der Veste Otzberg. Linkerhand ist der imposante Aussichtsturm zu sehen.

Die Treppenstufen stehen relativ senkrecht und erinnerten mich ein wenig an eine Hühnerleiter, daher setzte ich vorsichtig einen Fuß nach dem anderen. Oben angekommen, erwartete uns ein traumhafter Blick auf die Umgebung, wie zum Beispiel auf den zugehörigen Ort Hering und das weiter weg gelegene Groß-Umstadt. Da der Himmel recht klar war, konnte man ganz in der Ferne sogar den Taunus erblicken. Dieser herrliche Anblick lud uns zu etlichen farbenfrohen Bildaufnahmen ein. Nach der Turmbesteigung entschlossen wir uns zu einer kleinen Kaffeesession auf dem Burghof.

Veste Otzberg Blick von oben

Blick von der Veste Otzberg auf die weitere Umgebung. In der Ferne konnte man an diesem Tag sogar den Taunus erblicken. Im Vordergrund ist das einstige Kommandantenhaus der Burg zu sehen.

Die Veste Otzberg wurde im 12. Jahrhundert als Vogteiburg erbaut. Im Laufe ihres Bestehens fungierte sie als kurpfälzische Amtsburg, Invalidenkaserne und Gefängnis. Heute ist sie ein beliebtes Ausflugsziel in der Region und darüber hinaus. Vielseitige Burgführungen nehmen Besucher mit auf eine Reise in längst vergangene Zeiten. Des Weiteren finden im Laufe des Jahres eine Vielzahl an Veranstaltungen auf der Veste Otzberg statt. Zu diesen gehören beispielsweise verschiedene Märkte, unvergessliche Rittermahle, die mittelalterlichen Hoftage, das Kinderburgfest, Stickkurse und einige mehr. Für das leibliche Wohl sorgt die im einstigen Kommandantenhaus untergebrachte Burgschänke.

Wer sich über die Geschichte der Burg informieren möchte, kann das Museum der Veste Otzberg besuchen. Dieses befindet sich seit 2012 im ersten Stock des Bandhauses. Mit Hilfe einer sogenannten „Zeitstraße“ wird hier die Historie der eindrucksvollen Festung gezeigt. Zur Hervorhebung bedeutender Ereignisse dienen unter anderem die in Großvitrinen untergebrachten Exponate.

Nachdem wir unseren Kaffee ausgetrunken hatten, wurde es langsam kühler. Daher machten wir uns nach einem kleinen Spaziergang allmählich auf den Rückweg. Auf der Fahrt mit dem Auto stand die Sonne nun tiefer und tauchte die Umgebung in ein schönes warmes Licht.

Veste Otzberg

Ein Teil der Veste Otzberg vor strahlend blauem Himmel