Die Veste Otzberg

Mittelalterliches Ambiente im nördlichen Odenwald mit einem tollen Ausblick auf die weitere Umgebung

Unser Ausflug am vergangenen Sonntag hat meinen Lebensgefährten Michael und mich nach langer Zeit wieder einmal auf die historische Veste Otzberg geführt. Diese befindet sich im nördlichen Odenwald auf dem Basaltkegel eines längst erloschenen Vulkans oberhalb des Ortes Hering.

Eingang zur Veste Otzberg

Eingang zur Veste Otzberg

Da das Wetter einfach traumhaft war, herrschte auf dem Burghof reger Betrieb. Viele Besucher ließen sich in dem integrierten Biergarten nieder und genossen die goldene Oktobersonne. Mächtig ragte der im Zentrum des Burghofs gelegene Aussichtsturm in den tiefblauen Himmel. Wir packten unsere Kameras aus und machten einige schöne Fotos von ihm und den umliegenden Gebäuden, danach entschlossen wir uns selbst zu einer Turmbesteigung.

Burghof der Veste Otzberg mit Aussichtsturm

Der Burghof der Veste Otzberg. Linkerhand ist der imposante Aussichtsturm zu sehen.

Die Treppenstufen stehen relativ senkrecht und erinnerten mich ein wenig an eine Hühnerleiter, daher setzte ich vorsichtig einen Fuß nach dem anderen. Oben angekommen, erwartete uns ein traumhafter Blick auf die Umgebung, wie zum Beispiel auf den zugehörigen Ort Hering und das weiter weg gelegene Groß-Umstadt. Da der Himmel recht klar war, konnte man ganz in der Ferne sogar den Taunus erblicken. Dieser herrliche Anblick lud uns zu etlichen farbenfrohen Bildaufnahmen ein. Nach der Turmbesteigung entschlossen wir uns zu einer kleinen Kaffeesession auf dem Burghof.

Veste Otzberg Blick von oben

Blick von der Veste Otzberg auf die weitere Umgebung. In der Ferne konnte man an diesem Tag sogar den Taunus erblicken. Im Vordergrund ist das einstige Kommandantenhaus der Burg zu sehen.

Die Veste Otzberg wurde im 12. Jahrhundert als Vogteiburg erbaut. Im Laufe ihres Bestehens fungierte sie als kurpfälzische Amtsburg, Invalidenkaserne und Gefängnis. Heute ist sie ein beliebtes Ausflugsziel in der Region und darüber hinaus. Vielseitige Burgführungen nehmen Besucher mit auf eine Reise in längst vergangene Zeiten. Des Weiteren finden im Laufe des Jahres eine Vielzahl an Veranstaltungen auf der Veste Otzberg statt. Zu diesen gehören beispielsweise verschiedene Märkte, unvergessliche Rittermahle, die mittelalterlichen Hoftage, das Kinderburgfest, Stickkurse und einige mehr. Für das leibliche Wohl sorgt die im einstigen Kommandantenhaus untergebrachte Burgschänke.

Wer sich über die Geschichte der Burg informieren möchte, kann das Museum der Veste Otzberg besuchen. Dieses befindet sich seit 2012 im ersten Stock des Bandhauses. Mit Hilfe einer sogenannten „Zeitstraße“ wird hier die Historie der eindrucksvollen Festung gezeigt. Zur Hervorhebung bedeutender Ereignisse dienen unter anderem die in Großvitrinen untergebrachten Exponate.

Nachdem wir unseren Kaffee ausgetrunken hatten, wurde es langsam kühler. Daher machten wir uns nach einem kleinen Spaziergang allmählich auf den Rückweg. Auf der Fahrt mit dem Auto stand die Sonne nun tiefer und tauchte die Umgebung in ein schönes warmes Licht.

Veste Otzberg

Ein Teil der Veste Otzberg vor strahlend blauem Himmel

 

 

 

 

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Die Bergstraße – Impressionen

Das nachfolgende Video lädt euch zu einer Tour entlang der hessischen und badischen Bergstraße ein. Lasst euch von der tollen Landschaft, dem einmaligen meditarranen Flair, romantischen Burgen und verträumten Orten verzaubern.

Die Bergstraße beginnt bei Darmstadt-Eberstadt und erstreckt sich 68 Kilometer entlang des westlichen Randes des Odenwalds bis ins nordbadische Wiesloch. Ein Besuch lohnt sich zu allen Jahreszeiten. Am schönsten ist es jedoch im Frühling, der hier meist einige Wochen früher einsetzt als in anderen deutschen Regionen. Dann blühen entlang der Bergstraße überall die Apfel-, Kirsch- und an einigen Stellen auch Mandelbäume.

Der Nationalpark Caldera de Taburiente

Unser La-Palma-Urlaub vom 18.07. – 28.07.2016

Übersicht aller Reiseberichte (Bitte klicken):

Wir schreiben den 9. März 2017. Trotz meteorologischem Frühlingsbeginn und gestiegener Temperaturen erinnert das Wetter eher an einen tristen Herbsttag, draußen hat es sich eingeregnet, die Sonne versteckt sich hinter einem dichten grauen Wolkenteppich. Die Vorhersage für die nächsten Tage ist jedoch zum Glück besser.

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Draußen herrscht tristes Regenwetter: Sonne, ich vermisse dich!

Um mir auch für heute gedanklich zumindest sonnigeres Wetter vorzustellen, entschließe ich mich, an meinem La-Palma-Urlaubsbericht weiterzuschreiben, den ich vor einiger Zeit begonnen habe. Also begebe ich mich auf die Reise zurück zum letzten Sommer…

Rückblende Juli 2016: Da wir mittlerweile den Mietwagen haben, beschließen wir heute, zum Nationalpark Caldera de Taburiente zu fahren. Weil dieser einer der meistbesuchten Attraktionen auf La Palma ist,  braucht man mittlerweile aus Naturschutzgründen eine Zugangsgenehmigung, die unter anderem im Nationalparkzentrum ausgegeben werden. Also machen wir uns als erstes auf den Weg dorthin. Wir haben Glück und bekommen eine der wenigen noch verfügbaren, denn im Sommer ist der Besuch des Nationalparks von vielen begehrt. Es ist ein sehr heißer Tag, vor allem hier im Landesinneren steht die Luft regelrecht. Wir passieren die Schranke und fahren zu dem ausgewiesenen Parkplatz.

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Der Nationalpark Caldera de Taburiente – prächtige Kiefern- und Pinienwälder prägen gemeinsam mit mächtigen Bergketten das Bild

Da die Mittagszeit gerade vorbei ist, ist im Nationalpark im Moment noch nicht viel los. Wir steigen aus dem Wagen und genießen die derzeitige Stille. Rundherum erstrecken sich die Kiefern- und Pinienwälder, vor uns erheben sich mächtige Felsformationen. Wir nutzen die Ruhe für schöne Fotoaufnahmen.

Um einen ersten Eindruck vom Nationalpark zu bekommen, machen wir uns anschließend zu einer kleinen Wanderung auf. Der Weg, auf dem wir laufen, schlängelt sich um die Caldera. Dieser spanische Begriff bedeutet im Deutschen nichts anderes als Talkessel. Die 9 Kilometer lange Caldera de Taburiente wird von 1800 Meter hohen Felswänden umschlossen. Die Atmosphäre erinnert stark an die Alpen. Auf dem Grund des Talkessels gibt es zahlreiche Bäche, die unter anderem zu imposanten Wasserfällen zusammenfließen.

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Unsere kleine Wanderung entlang der Caldera – wir genießen die einmalige durch rote Felsformationen und grüne Bäume geprägte Atmosphäre

Aufgrund des Wassers innerhalb der Caldera sowie der Passatwinde gibt es hier viel Grün. Hinsichtlich der Entstehung des Talkessels gehen Wissenschaftler mittlerweile davon aus, dass diese sehr runde Form durch die Erosion mehrerer vulkanischer Gebirgszüge entstand, die sich im Laufe der Jahrtausende nebeneinander aufgebaut hatten. Die Witterung sowie die Kraft des Wassers sorgten für das Übrige.

Leider ist die Luft im Nationalpark heute dunstig, sodass der klare Blick in den Talkessel fehlt. Trotzdem genießen wir das einmalige Panorama aus grünen Bäumen und rötlichen Felsformationen. Mit der Zeit wird unser Wasser knapp, die Hitze ist drückend. So entschließen wir uns nach einiger Zeit wieder für den Rückweg. Am Parkplatz angekommen ist es mittlerweile mit der Stille vorbei. Es ist späterer Nachmittag, viele Besucher haben sich jetzt im Nationalpark eingefunden. Als wir nach unten fahren und die Schranke passieren, entdecke ich an der Seite einen Wasserhahn, aus dem sich auch andere Besucher ihre Trinkflaschen füllen. Ich spiele mit dem Gedanken, mir ebenfalls davon zu holen. Da es jedoch nirgendwo ein Hinweisschild auf Trinkwasser gibt, überlege ich es mir doch schließlich anders. Man weiß ja nie… Also holen wir uns unser Wasser doch lieber an der nächsten Tankstelle.

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Der imposante Talkessel Caldera de Taburiente – entstanden vermutlich durch Erosion mehrerer vulkanischer Gebirgsketten – leider liegt er an diesem Tag leicht im Dunst

Der Vulkan Teide

Unser Teneriffaurlaub vom 23.03. – 31.03.2014

Übersicht aller Reiseberichte (Bitte klicken):

– Einleitung/Allgemeine Infos

– Hotel San Felipe

– Puerto de la Cruz

– Botanischer Garten

– Nationalpark

– San Andrés

– Playa de las Teresitas

– Das Bergdorf Masca im Teno-Gebirge

– Playa de las Américas

In Verbindung mit unserem Ausflug im Nationalpark planten wir auch den Besuch des im Zentrum von Teneriffa liegenden Teide ein. Mit einer Erhebung von 3.718 Metern gilt er als der höchste Berg Spaniens.

Der beeindruckende Schichtvulkan Teide - bekannt als der höchste Berg Spaniens

Der beeindruckende Schichtvulkan Teide – bekannt als der höchste Berg Spaniens

Da die Besteigung zu Fuß nur für geübte Wanderer geeignet ist, wurde hier eine Seilbahn errichtet. Auf diese Weise konnte der Teide einer breiten Masse zugänglich gemacht werden.

Die Teide-Seilbahn

Die Teide-Seilbahn

Bereits im Vorfeld hatten wir einen Platz in der Seilbahn gebucht, die uns zur Bergstation des imposanten Schichtvulkans bringen sollte. Diese befindet sich auf einer Höhe von 3.555 Metern. Nach vielen tollen im Nationalpark gesammelten Eindrücken erreichten wir gegen 13 Uhr mit unserem Mietwagen die Talstation. Diese liegt am Fuße des Teide auf einer Anhöhe von bereits 2.356 Metern.

Schon von Weitem sahen wir die lange Schlange vor dem Kassenbereich. Dank unserer Reservierungen blieb uns das lange Anstehen jedoch erspart, wir konnten an dem Kassenhaus vorbei direkt in den Warteraum gehen. Da auch dort bereits viele Besucher warteten, dauerte es noch rund 20 Minuten, bis wir in die Seilbahn einsteigen konnten. Meinen dicken Parka inklusive Schal und Mütze hielt ich schon bereit, denn laut Internetrecherchen betrug die Temperatur oben auf dem Teide rund 1°C. Das rauhe und windige Klima bekam ich nur wenige Minuten nach unserer Ankunft zu spüren, daher war ich froh, dass ich kleidertechnisch so gut vorgesorgt hatte.  Die Sonne schien jedoch, und von der Bergstation aus bot sich uns ein atemberaubender Blick auf die umliegenden Calderas. Herrlich!

Blick auf die geschichtsträchtigen Calderas rund um den Teide

Blick auf die geschichtsträchtigen Calderas rund um den Teide

Während mein Lebensgefährte die dünnere Höhenluft gut vertrug, machte sich bei mir bereits nach wenigen Minuten der Kreislauf bemerkbar. Ursprünglich hatten wir beide vor, von der Bergstation aus auf die Spitze des Teide zu wandern. Hierfür braucht man jedoch eine Sondergenehmigung, die man vorher auf der Webseite der Parkverwaltung beantragen muss. Dies ist in erster Linie auf umweltbedingte Gründe zurückzuführen. Es soll vermieden werden, dass zu viele Besucher auf einmal den Berg erklimmen.

Der Gipfel des Teide - dieser ist nur zu Fuß und mit einer besonderen Genehmigung zu erreichen

Der Gipfel des Teide – dieser ist nur zu Fuß und mit einer besonderen Genehmigung zu erreichen

Wir hatten beide diese Genehmigung im Vorfeld eingeholt. Da ich nun jedoch Probleme mit dem Kreislauf hatte, entschieden wir, dass mein Lebensgefährte alleine auf die Spitze wanderte und ich in der Zeit unten blieb. Eine Weile setzte ich mich auf einen Felsen, bis ich mich an die dünne Luft gewöhnt hatte und es mir besser ging. Danach begann ich, die Umgebung rund um die Bergstation zu erkunden.

In dieser Höhe besteht für Besucher die Möglichkeit, auf zwei Wegen zu wandern. Der Weg Nr. 11 führt zum Aussichtspunkt Mirador de la Fortaleza, von dem man einen tollen Ausblick auf die Nordseite Teneriffas hat. Mittig liegt das Orotava-Tal, daneben die Hügel des Esperanza-Waldes. Bei guter Sicht kann man bis in das im Osten Teneriffas liegende Anaga-Gebirge blicken. Der Weg Nr. 12 führt zum Aussichtspunkt auf den Vulkan Pico Viejo. Entlang der Route haben die Wanderer einen imposanten Ausblick auf die Südseite der Insel. Vor allem die Sicht auf die Caldera Cañadas del Teide mit ihren vertikalen Grenzwänden bleibt unvergesslich. Läuft man den Weg so Ende, so kann der Besucher direkt auf den farbenfrohe Krater des Vulkans Pico Viejo und die beiden Zwillings-Felsformationen, der Roque de García und die Montaña Guajara blicken.

Wanderweg Nr. 12 auf der Südseite des Teide

Wanderweg Nr. 12 auf der Südseite des Teide

Bei meiner Erkundungstour entschied ich mich für den Weg Nr. 12, allerdings lief ich diesen nicht ganz zu Ende. Immer wieder musste ich innehalten und die einzigartige von schroffen Felsen gesprägte Umgebung auf mich wirken zu lassen.

Innehalten vor einer eindrucksvollen Kulisse

Innehalten vor einer eindrucksvollen Kulisse

Da die Wege sehr steinig sind, kam ich als ungeübter Wanderer eher langsam voran. Immer wieder begegnete ich Eidechsen, die zu den typischen Bewohnern der Kanaren gehören. Ich fotografierte einige von ihnen, doch da diese Tiere sehr flink sind, stellte sich dieses Unterfangen als nicht ganz einfach heraus. 

Eidechsen - Typische Bewohner der Insel

Eidechsen – Typische Bewohner der Insel

Bevor ich umkehrte, machte ich auf einem am Rand des Bergmassivs liegenden Felsen Rast. Während ich die Aussicht auf das einzigartige Landschaftsbild genoss, erblickte ich unten kaum sichtbar das einzige Hotel  Parador Nacional im Nationalpark, daneben die Landstraße und ein Stück weiter die Felsformationen Roque de García. Ein wenig später trat ich den Rückweg an.

Als ich die Bergstation wieder erreichte, traf nur kurze Zeit später auch mein Lebensgefährte ein. Wie ich hatte auch er einiges zu berichten. Aufgrund der dünnen Luftverhältnisse ging bei ihm der Aufstieg der letzten rund 160 Meter relativ langsam voran. Nach etwa 40 Minuten erreichte er den Kraterrand. Um auf die höchste Stelle des Teide zu gelangen, musste er allerdings auf die andere Seite des Kraters laufen. Da das letzte Stück des Weges sehr steinig ist, war das Laufen hier weniger komfortabel. Sein Fazit insgesamt lautet jedoch, dass auch hier keine großartigen Vorerfahrungen als Wanderer erforderlich sind. Belohnt wurde mein Lebensgefährte am Ende des Weges mit einem imposanten Rundumblick unter anderem auf den Nationalpark, die Küsten von Teneriffa sowie die Nachbarinseln La Gomera, Gran Canaria, La Palma und das 200 Kilometer entfernte Eiland Fuerteventura. Während seines 15minütigen Aufenthalts am Krater konnte er viele schöne Bildaufnahmen machen, neben der tollen Aussicht auch vom Inneren des Kraters und der dortigen Messstation. Der Abstieg zur Bergstation ging wesentlich schneller. Er erreichte diese nach etwa 20 Minuten.

Gegen 16 Uhr traten wir mit der Seilbahn die Rückfahrt zur Talstation an. Unten angekommen stärkten wir uns erst einmal in dem dort untergebrachten Café. Dieser Ausflug wird uns noch lange in Erinnerung bleiben.

 

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Autorin: Irene Börjes
Broschiert: 216 Seiten
Verlag: Zech Verlag; Auflage: 1., Aufl. (10. April 2006)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-8493485702
Größe: 19,2 x 12,4 x 1,8 cm

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