La Palma – La Isla Bonita

Unser La-Palma-Urlaub vom 18.07. – 28.07.2016

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Wir schreiben den 27. Dezember 2016. Die Weihnachtsfeiertage sind vorbei, der Alltag kehrt langsam wieder ein. Ich blicke aus meinem Wohnzimmerfenster, die vor mir liegende Dezemberlandschaft ist eher trist. Immerhin lässt die heutige Wolkendecke eine gewisse Durchlässigkeit erkennen, an einigen Stellen lugt sogar der blaue Himmel hervor wie ein Versprechen, dass demnächst wieder schönere Tage kommen.

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Blick von meiner Wohnung in die trübe Dezemberlandschaft

Ich sitze vor meinem Laptop, die Gedanken schweifen immer weiter ab. Sie wandern zurück in die Zeit, als die Bäume noch grün waren und das Außenthermometer eine deutlich höher Temperatur anzeigte. Ich denke an den 18. Juli, als wir mitten in der Nacht mit unseren Koffern auf dem Weg nach La Palma waren. Daher rufe ich meinen Blog auf und fange an zu schreiben …

Rückblende Juli 2016: Noch ein wenig verschlafen setzen mein Lebensgefährte und ich uns in das Taxi, das uns zum Flughafen bringen soll. Trotz unserer Müdigkeit ist die Stimmung gut, wir kommen mit den Fahrer ins Gespräch. Auch er hat vor, demnächst in den Süden zu fliegen und seine Familie in Marokko zu besuchen. Die Fahrt ist kurzweilig und endet am Terminal 2 des Frankfurter Flughafens. Nachdem wir eingecheckt und unser Gepäck aufgegeben haben, suchen wir uns ein Café und stärken uns erst einmal.

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Bevor die Reise losgeht: Eine kleine Stärkung am Frankfurter Flughafen

Obwohl unser Flug Verspätung hat, kann die versäumte Zeit eingeholt werden, so dass wir pünktlich in Madrid landen. Hier haben wir zwei Stunden Zwischenaufenthalt, dann geht es weiter nach Santa Cruz de La Palma. Wir landen dort am frühen Nachmittag. Da sich unser Ferienort Los Cancajos nur wenige Kilometer vom Flughafen entfernt befindet, dauert die Fahrt mit dem Transferbus nur sehr kurz. Als wir aus diesem steigen, kommt uns eine angenehme Brise entgegen. Es ist nicht allzu heiß, die Temperatur beträgt ca. 26° C.

Nachdem wir an der Rezeption eingecheckt haben, suchen wir unser Appartement auf. Dieses ist sehr geräumig, wir haben neben dem Schlafbereich ein recht großes Wohnzimmer und eine kleine Küchenzeile. Auch der Balkon ist einigermaßen groß, der Blick geht auf die benachbarten Berge, auf deren Gipfeln sich einige landestypische Fincas befinden. Allmählich kehrt bei uns die Müdigkeit zurück, so dass wir uns erst einmal ausruhen. Leider verfügt das Appartement über keine Klimaanlage, sodass es hier recht warm ist. Gegen Abend werden wir wohl ordentlich lüften müssen. Nachdem wir uns ausgeruht und ein wenig frisch gemacht haben, erkunden wir zunächst erst einmal die nahe Umgebung …

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Ein Ausschnitt unseres Appartementhotels

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Die Anlage unseres Hotels

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Blick von unserem Balkon aus auf die Berge

La Palma ist die nordwestlichste der sieben Kanarischen Inseln. Sie trägt den Beinamen La Isla Bonita, was „die hübsche Insel“ bedeutet. Aufgrund ihrer abwechslungsreichen Vegetation nennen viele sie auch „La Isla Verde“, die „Grüne Insel“. Es gibt kaum einen Flecken auf dieser Welt, der auf kleinstem Raum eine derartige Vielfalt an Landschaftsbildern hervorzaubert. Hier gibt es Vulkane, alpine Gebirge, Wälder, Strände, Steilküsten, Schluchten und Wüsten.

Das gesamte Eiland ist vulkanischen Ursprungs. Verursacher seiner Entstehung war glühendes in 20 Kilometern unter der Erde liegendes Magma, das sich seinen Weg nach oben bahnte und als Lava schließlich ausgespuckt wurde. Die ältesten Bereiche der Insel entstanden vor ca. zwei bis vier Millionen Jahren. Daher handelt es sich bei La Palma um das jüngste Eiland der Kanaren. Dennoch reichte die Zeit, diese einmalige Landschaft zu formen. Aus der Vielzahl an Bergen ragt der Roque de los Muchachos mit einer Erhebung von 2.426 Metern als höchter Berg von La Palma hervor. Doch nicht nur die Gebirge, sondern auch die Passatwinde sorgen dafür, dass die Insel sich in verschiedene Klimazonen unterteilt, von tropisch über subtropisch bis hin zur eher kühlgemäßigten Zone. An manchen Stellen gibt es auch von Zeit zu Zeit Schneefall.

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Die Insel La Palma zeichnet sich durch ein vielfältiges Landschaftsbild aus – Blick vom Mirador de la Concepción auf Santa Cruz de la Palma

Neben seiner tollen Landschaft besticht La Palma des Weiteren durch seine in urspünglichem Zustand erhaltenen Städte und Dörfer. Die Hauptstadt ist Santa Cruz de la Palma mit einer Einwohnerzahl von etwa 16.000. Im Gegensatz zu anderen Kanarischen Inseln blieb La Palma bis heute vom Massentourismus weitgehend verschont. Um diesen Zustand zu erhalten, hat die UNESCO das gesamte Eiland im Jahr 2002 zum Biosphärenreservat erklärt.

In den nächten Tagen haben wir vor, La Palma näher zu erkunden. Doch heute Abend unternehmen wir erst einmal einen Spaziergang durch Los Cancajos. Bei diesem handelt es sich um einen Ferienort mit einer gewissen Anzahl an Urlaubern, doch im Gegensatz zu den großen Touristenhochburgen wie zum Beispiel auf Gran Canaria oder Teneriffa geht es hier recht beschaulich zur Sache. Große Hotelanlagen findet man recht wenig, das Angebot tendiert eher zum Individualtourismus. Bei unserem Erkundungsgang führt unser erster Weg an die Strandpromenade. Interessant ist hier auch die eigenartig geformte Vulkanküste, unter der der Atlantik schäumt. Da es heute eher windig ist, können wir einem lebhaften Spiel der Wellen zusehen.

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Der erste Abend am Strand von Los Cancajos bei lebhaftem Wind- und Wellengang

Los Cancajos verfügt über ein vielseitiges Angebot an Restaurants, Kneipen, Cafés und Geschäften. Diese und auch die Strände laden zum Innehalten und Relaxen ein. Hier kann man sich wohlfühlen! Doch morgen haben wir erst einmal vor, uns die Inselhauptstadt Santa Cruz anzusehen. Da diese nicht weit ist und auch regelmäßig ein Bus dorthin fährt, brauchen wir hierzu noch keinen Mietwagen. Diesen werden wir übermorgen bei einer Autovermietung vor Ort abholen, um auch weitere Touren unternehmen zu können. Über diese werde ich in der Folgezeit noch berichten.

Playa de las Américas

Unser Teneriffaurlaub vom 23.03. – 31.03.2014

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– Einleitung/Allgemeine Infos

– Hotel Bahia Principe San Felipe

– Puerto de la Cruz

– Botanischer Garten

– Nationalpark

– Der Vulkan Teide

– San Andrés

– Playa de las Teresitas

– Das Bergdorf Masca im Teno-Gebirge

Für Freitag war in Puerto de la Cruz eher schlechtes Wetter angesagt. Daher trafen wir den Entschluss, aufgrund des dort wärmeren und beständigen Klimas in den Süden Teneriffas zu fahren. Während mein Lebensgefährte vorhatte, mit dem Mietwagen die dortige Gegend erkunden wollte, wollte ich mich an den Strand des Ferienortes Playa de las Américas legen, denn dieser sollte laut Reiseführer sehr schön sein. Allerdings wurde er, wie auch der Playa de las Teresitas, künstlich angelegt. Je weiter wir gen Süden führen, wurden die Wolken weniger, und die Sonne kam heraus.

Der Hauptstrand von Playa de las Américas - an diesem Tag wegen starkem Wind geschlossen

Der Hauptstrand von Playa de las Américas – an diesem Tag wegen starkem Wind geschlossen

Mein Lebensgefährte setzte mich in Playa de las Américas ab und wir trafen uns einige Stunden später wieder. Doch aus meinem Vorhaben in Sachen Strandtag wurde nichts. Die Sonne schien zwar, es wehte jedoch ein starker Wind, der mir den Sand in die Augen und die Atemwege trieb. Daraufhin entschloss ich mich zu einem kleinen Rundgang. Neben unzähligen Hotelburgen, Dönerrestaurants, McDonald´s, Burger King und Subway gab es hier allerdings sehr wenig zu sehen. Eine Weile schlenderte ich an der langen und durchaus schönen Strandpromenade entlang, jedoch aufgrund des starken Windes kam hierbei keine wirklich gute Stimmung auf. Zu guter Letzt ließ ich mich in einer sehr hübschen Strandbar mit Blick nach draußen auf den Atlantik nieder. Da ich nun über Sehenswürdigkeiten in diesem Fall kaum etwas schreiben kann, gebe ich im Folgenden einen kleinen Einblick in wesentliche Eckdaten sowie die Entstehungsgeschichte des Ortes:

Gemeinsam mit den Nachbargemeinden Costa Adeje, Los Cristianos, Playa de Fañabé und La Caleta zählt Playa de las Américas zu den bekanntesten Tourismuszentren Spaniens. Noch in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts befand sich an dieser Stelle nichts weiteres als Geröllwüste. An der damals von Felsklippen geprägten Südwestküste wohnten einfache Fischer, die sich nur mit Ach und Krach ihren Lebensunterhalt verdienen konnten. Die Region war im Allgemeinen als das Armenhaus Teneriffas bekannt.

Die Strandpromenade von Playa de las Américas

Die Strandpromenade von Playa de las Américas

Mit dem zunehmenden Flugtourismus in den 1970er Jahren änderte sich diese Situation allerdings grundlegend. Aufgrund des sehr beständigen und  sonnigen Klimas im Südwesten Teneriffas fiel die Entscheidung, die insgesamt recht unwirtliche Gegend weitreichend umzugestalten und in ein Touristenzentrum zu verwandeln. Der Grundstein für den künstlichen Ferienort Playa de las Américas war gelegt. Unter großem Protest der dortigen Surfer, die bis dahin die unbezähmbare Küste für den Wassersport nutzten, erfolgte nun ihre Stilllegung durch Wellenbrecher. Um ansehnliche Strände zu schaffen, schüttete man hier in großen Mengen feinen Sand auf. Im Laufe der darauffolgenden Jahre brach in der Region ein riesiger Bauboom aus. Viele Hotelanlagen mit einer großen Anzahl an Übernachtungsmöglichkeiten schossen wie Pilze aus der Erde. Der Plan zur Schaffung eines Ferienortes erwies sich als sehr erfolgreich. Unzählige Urlauber, vor allem aus Mittel- und Nordeuropa, zog es nach Playa de las Américas. Bars, Restaurants, Geschäfte, Discos und imposante Hotelburgen bilden bis heute die Basis für den Tourismus.

Der Bauboom in dem Ferienort hält immer noch an. Allerdings ist man heutzutage von dem Konzept der Hotelanlagen im Stil der 1970er Jahre abgekommen. Stattdessen wird jetzt ein großer Wert auf Klasse in Verbindung mit Masse gelegt. Vor allem im Laufe der letzten Jahre entstanden sehr originelle und durchaus sehenswerte Hotels, die vor allem für den gehobeneren Tourismus bestimmt sind. Wer jedoch Wert auf Ruhe oder auch Kultur legt, ist in Playa de las Américas definitiv nicht am richtigen Ort. Denn hier gibt es außer Strand, Essen, Trinken und Party nicht viel. Typische kanarische Sehenswürdigkeiten kann man an diesem Ort lange suchen. Auch das Essen ist eher auf den internationalen Tourismus anstelle der einheimischen Küche ausgelegt.

Auf der Rückfahrt an dem Abend gen Norden waren mein Lebensgefährte und ich uns einig: Wir hatten mit Puerto de la Cruz als Reiseziel sowohl vom Ort als auch von der Landschaft her eine sehr gute Wahl getroffen.

Karibisches Flair am Playa de las Teresitas

Unser Teneriffaurlaub vom 23.03. – 31.03.2014

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– Einleitung/Allgemeine Infos

– Hotel San Felipe

– Puerto de la Cruz

– Botanischer Garten

– Nationalpark

 Der Vulkan Teide

– San Andrés

– Das Bergdorf Masca im Teno-Gebirge

– Playa de las Américas

Wie bereits in meinem letzten Beitrag erwähnt, legte ich an dem sehr sonnigen Mittwoch einen Entspannungstag an dem wunderschönen weißen Sandstrand Playa de las Teresitas ein. Dieser befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zu dem Fischerdorf San Andrés und gilt als der schönste Strand auf Teneriffa. Sowohl bei Einheimischen als auch Touristen ist er ein populärer Badeort. Er gliedert sich in die drei Abschnitte Las Teresas, Los Moros und Tras la Arena.

Der Playa de las Teresitas von oben

Der Playa de las Teresitas von oben

Wie die meisten Strände auf der Kanareninsel bestand auch der Playa de las Teresitas ehemals aus schwarzer Vulkanasche. Das änderte sich, als im Jahr 1973 die Entscheidung fiel, ihn mit importiertem hellen Sand aus der Saharawüste aufzuschütten. Damit dieser nicht durch die Strömungen in den Atlantik abgetragen wurde, errichtete man einen ca. einen Kilometer langen Wellenbrecher. Ein weiterer Vorteil dieser Abgrenzung ist eine Beruhigung des Meeres im Badebereich.

Das Bild zeigt mich mit dem Playa de las Teresitas im Hintergrund

Das Bild zeigt mich mit dem Playa de las Teresitas im Hintergrund

Auf diese Weise können sich auch weniger geübte Schwimmer hier problemlos im Wasser bewegen. Im Norden des Playa de las Teresitas befindet sich das für seine Schroffheit bekannte Anaga-Gebirge, im Süden der Atlantische Ozean. Vor allem an den Wochenenden wird der Strand von Einheimischen aus der Inselhauptstadt Santa Cruz und der nahen Umgebung besucht. Einige Strandbars sorgen mit Getränken und kleineren Speisen für das leibliche Wohl.

Sonne, weißer Strand und Palmen - Karibik-Feeling am Playa de las Teresitas

Sonne, weißer Strand und Palmen – Karibik-Feeling am Playa de las Teresitas

Das Fischerdorf San Andrés

Unser Teneriffaurlaub vom 23.03. – 31.03.2014

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– Hotel San Felipe

– Puerto de la Cruz

– Botanischer Garten

– Nationalpark

Der Vulkan Teide

– Playa de las Teresitas

– Das Bergdorf Masca im Teno-Gebirge

– Playa de las Américas

An dem recht sonnigen Mittwoch beschloss ich, einem Entspannungstag an Teneriffas schönstem Strand, dem Playa de las Teresitas, einzulegen. Mein Lebensgefährte erkundete in dieser Zeit das für seine Schroffheit bekannte im Nordosten der Insel gelegene Anagagebirge. Nach einigen schönen und sorglosen Stunden an dem für sein karibisches Flair bekannten Strand beschloss ich nachmittags, eine Tour in das benachbarte Fischerdorf San Andrés zu machen.

Das idyllische an einem Hang gelegene Fischerdorf San Andrés

Das idyllische an einem Hang gelegene Fischerdorf San Andrés

Der Ort ist seit 1850 Teil der etwa 10 Kilometer entfernten Hauptstadt Santa Cruz und war bis 1950 nur über einen in die Felsen geschlagenenTrampelpfad zu erreichen. Er liegt auf einer Anhöhe in den Anfängen des Anaga-Gebirges. Bei Ausgrabungen stieß man hier auf eine der bekannten Mumien der Guanchen, die als die Ureinwohner der Kanarischen Inseln bekannt sind.

Nach einem Cafébesuch in dem idyllischen Ort begann ich, die kleinen malerischen Gassen zu erkunden.

Die verträumten Gassen von San Andrés

Die verträumten Gassen von San Andrés

Schön anzusehen sind hier unter anderem die stattlichen indischen Lorbeerbäume, auf die man in San Andrés überall stößt. Da die Bewohner des Dorfes bis heute vom Fischfang leben, gibt es hier vielerorts Fischrestaurants mit besonderen einheimischen Spezialitäten. San Andrés ist bis heute vom Tourismus weitgehend unberührt. Daher findet man hier keine Hotels und Pensionen. Besteht jedoch der Wunsch, den Urlaub in dem idyllischen Fischerdorf zu verbringen, so stehen einige Ferienappartements zur Verfügung. Allerdings ist ihre Zahl begrenzt. Ursprünglich war hier der Bau größerer Tourismusanlagen geplant. Infolgedessen gab es große Proteste seitens der Einheimischen, so dass spanische Gerichte dieses Vorhaben im Jahr 1984 stoppten.

Im Zentrum des Ortes stieß ich auf die Kirche Iglesia de San Andrés, die als das älteste katholische Gotteshaus der Kanaren gilt. Erbaut wurde sie von 1505 bis 1510 und hebt sich vor allem durch ihre beeindruckende Kolonialarchitektur hervor.

Die Iglesia des San Andrés - Bekannt als die älteste katholische Kirche der Kanarischen Inseln

Die Iglesia des San Andrés – Bekannt als die älteste katholische Kirche der Kanarischen Inseln

Als weitere Sehenswürdigkeit gelten die Überreste einer früheren Festung, dem Castillo de San Andrés. Diese wurde 1706 errichtet, fiel allerdings mehreren Unwettern zum Opfer. Daher ist sie heute eine Ruine.

Über viele Treppen drang ich in den höher gelegenen Teil des Ortes vor. Hier wurde ich mit einer tollen Aussicht auf den Strand und das Anaga-Gebirge belohnt. Wer einheimisches Flair dem Massentourismus vorzieht oder einfach einmal Ruhe und Beschaulichkeit sucht, ist hier aus meiner Sicht genau am richtigen Platz. Ich habe diesen Nachmittag sehr genossen.

Die 1706 erbaute Festung Castillo de San Andrés - heute eine Ruine

Die 1706 erbaute Festung Castillo de San Andrés – heute eine Ruine

Blick auf den Playa de las Teresitas und Ausläufer des Anaga-Gebirges

Blick auf den Playa de las Teresitas und Ausläufer des Anaga-Gebirges

Der Vulkan Teide

Unser Teneriffaurlaub vom 23.03. – 31.03.2014

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– Einleitung/Allgemeine Infos

– Hotel San Felipe

– Puerto de la Cruz

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– Nationalpark

– San Andrés

– Playa de las Teresitas

– Das Bergdorf Masca im Teno-Gebirge

– Playa de las Américas

In Verbindung mit unserem Ausflug im Nationalpark planten wir auch den Besuch des im Zentrum von Teneriffa liegenden Teide ein. Mit einer Erhebung von 3.718 Metern gilt er als der höchste Berg Spaniens.

Der beeindruckende Schichtvulkan Teide - bekannt als der höchste Berg Spaniens

Der beeindruckende Schichtvulkan Teide – bekannt als der höchste Berg Spaniens

Da die Besteigung zu Fuß nur für geübte Wanderer geeignet ist, wurde hier eine Seilbahn errichtet. Auf diese Weise konnte der Teide einer breiten Masse zugänglich gemacht werden.

Die Teide-Seilbahn

Die Teide-Seilbahn

Bereits im Vorfeld hatten wir einen Platz in der Seilbahn gebucht, die uns zur Bergstation des imposanten Schichtvulkans bringen sollte. Diese befindet sich auf einer Höhe von 3.555 Metern. Nach vielen tollen im Nationalpark gesammelten Eindrücken erreichten wir gegen 13 Uhr mit unserem Mietwagen die Talstation. Diese liegt am Fuße des Teide auf einer Anhöhe von bereits 2.356 Metern.

Schon von Weitem sahen wir die lange Schlange vor dem Kassenbereich. Dank unserer Reservierungen blieb uns das lange Anstehen jedoch erspart, wir konnten an dem Kassenhaus vorbei direkt in den Warteraum gehen. Da auch dort bereits viele Besucher warteten, dauerte es noch rund 20 Minuten, bis wir in die Seilbahn einsteigen konnten. Meinen dicken Parka inklusive Schal und Mütze hielt ich schon bereit, denn laut Internetrecherchen betrug die Temperatur oben auf dem Teide rund 1°C. Das rauhe und windige Klima bekam ich nur wenige Minuten nach unserer Ankunft zu spüren, daher war ich froh, dass ich kleidertechnisch so gut vorgesorgt hatte.  Die Sonne schien jedoch, und von der Bergstation aus bot sich uns ein atemberaubender Blick auf die umliegenden Calderas. Herrlich!

Blick auf die geschichtsträchtigen Calderas rund um den Teide

Blick auf die geschichtsträchtigen Calderas rund um den Teide

Während mein Lebensgefährte die dünnere Höhenluft gut vertrug, machte sich bei mir bereits nach wenigen Minuten der Kreislauf bemerkbar. Ursprünglich hatten wir beide vor, von der Bergstation aus auf die Spitze des Teide zu wandern. Hierfür braucht man jedoch eine Sondergenehmigung, die man vorher auf der Webseite der Parkverwaltung beantragen muss. Dies ist in erster Linie auf umweltbedingte Gründe zurückzuführen. Es soll vermieden werden, dass zu viele Besucher auf einmal den Berg erklimmen.

Der Gipfel des Teide - dieser ist nur zu Fuß und mit einer besonderen Genehmigung zu erreichen

Der Gipfel des Teide – dieser ist nur zu Fuß und mit einer besonderen Genehmigung zu erreichen

Wir hatten beide diese Genehmigung im Vorfeld eingeholt. Da ich nun jedoch Probleme mit dem Kreislauf hatte, entschieden wir, dass mein Lebensgefährte alleine auf die Spitze wanderte und ich in der Zeit unten blieb. Eine Weile setzte ich mich auf einen Felsen, bis ich mich an die dünne Luft gewöhnt hatte und es mir besser ging. Danach begann ich, die Umgebung rund um die Bergstation zu erkunden.

In dieser Höhe besteht für Besucher die Möglichkeit, auf zwei Wegen zu wandern. Der Weg Nr. 11 führt zum Aussichtspunkt Mirador de la Fortaleza, von dem man einen tollen Ausblick auf die Nordseite Teneriffas hat. Mittig liegt das Orotava-Tal, daneben die Hügel des Esperanza-Waldes. Bei guter Sicht kann man bis in das im Osten Teneriffas liegende Anaga-Gebirge blicken. Der Weg Nr. 12 führt zum Aussichtspunkt auf den Vulkan Pico Viejo. Entlang der Route haben die Wanderer einen imposanten Ausblick auf die Südseite der Insel. Vor allem die Sicht auf die Caldera Cañadas del Teide mit ihren vertikalen Grenzwänden bleibt unvergesslich. Läuft man den Weg so Ende, so kann der Besucher direkt auf den farbenfrohe Krater des Vulkans Pico Viejo und die beiden Zwillings-Felsformationen, der Roque de García und die Montaña Guajara blicken.

Wanderweg Nr. 12 auf der Südseite des Teide

Wanderweg Nr. 12 auf der Südseite des Teide

Bei meiner Erkundungstour entschied ich mich für den Weg Nr. 12, allerdings lief ich diesen nicht ganz zu Ende. Immer wieder musste ich innehalten und die einzigartige von schroffen Felsen gesprägte Umgebung auf mich wirken zu lassen.

Innehalten vor einer eindrucksvollen Kulisse

Innehalten vor einer eindrucksvollen Kulisse

Da die Wege sehr steinig sind, kam ich als ungeübter Wanderer eher langsam voran. Immer wieder begegnete ich Eidechsen, die zu den typischen Bewohnern der Kanaren gehören. Ich fotografierte einige von ihnen, doch da diese Tiere sehr flink sind, stellte sich dieses Unterfangen als nicht ganz einfach heraus. 

Eidechsen - Typische Bewohner der Insel

Eidechsen – Typische Bewohner der Insel

Bevor ich umkehrte, machte ich auf einem am Rand des Bergmassivs liegenden Felsen Rast. Während ich die Aussicht auf das einzigartige Landschaftsbild genoss, erblickte ich unten kaum sichtbar das einzige Hotel  Parador Nacional im Nationalpark, daneben die Landstraße und ein Stück weiter die Felsformationen Roque de García. Ein wenig später trat ich den Rückweg an.

Als ich die Bergstation wieder erreichte, traf nur kurze Zeit später auch mein Lebensgefährte ein. Wie ich hatte auch er einiges zu berichten. Aufgrund der dünnen Luftverhältnisse ging bei ihm der Aufstieg der letzten rund 160 Meter relativ langsam voran. Nach etwa 40 Minuten erreichte er den Kraterrand. Um auf die höchste Stelle des Teide zu gelangen, musste er allerdings auf die andere Seite des Kraters laufen. Da das letzte Stück des Weges sehr steinig ist, war das Laufen hier weniger komfortabel. Sein Fazit insgesamt lautet jedoch, dass auch hier keine großartigen Vorerfahrungen als Wanderer erforderlich sind. Belohnt wurde mein Lebensgefährte am Ende des Weges mit einem imposanten Rundumblick unter anderem auf den Nationalpark, die Küsten von Teneriffa sowie die Nachbarinseln La Gomera, Gran Canaria, La Palma und das 200 Kilometer entfernte Eiland Fuerteventura. Während seines 15minütigen Aufenthalts am Krater konnte er viele schöne Bildaufnahmen machen, neben der tollen Aussicht auch vom Inneren des Kraters und der dortigen Messstation. Der Abstieg zur Bergstation ging wesentlich schneller. Er erreichte diese nach etwa 20 Minuten.

Gegen 16 Uhr traten wir mit der Seilbahn die Rückfahrt zur Talstation an. Unten angekommen stärkten wir uns erst einmal in dem dort untergebrachten Café. Dieser Ausflug wird uns noch lange in Erinnerung bleiben.

 

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Autorin: Irene Börjes
Broschiert: 216 Seiten
Verlag: Zech Verlag; Auflage: 1., Aufl. (10. April 2006)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-8493485702
Größe: 19,2 x 12,4 x 1,8 cm

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Der Teide-Nationalpark

Unser Teneriffaurlaub vom 23.03. – 31.03.2014

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– Hotel San Felipe

– Puerto de la Cruz

– Botanischer Garten

– Der Vulkan Teide

– San Andrés

– Playa de las Teresitas

– Das Bergdorf Masca im Teno-Gebirge

– Playa de las Américas

Am meisten aller von uns besuchten Teneriffa-Highlights beeindruckte mich die imposante Landschaft des Nationalparks, in dessen Mittelpunkt sich der 3.718 Meter hohe Vulkan Teide befindet. Zum Nationalpark selbst wurde das Gebiet im Jahr 1954 erklärt, 2007  nahm die UNESCO es auf die Liste der Weltnaturerbe auf.

Straße vom Teide-Nationalpark in die Gegenrichtung führend

Straße vom Teide-Nationalpark in die Gegenrichtung führend

Um in diese sehenswerte Region zu gelangen, fuhren wir mit unserem Mietwagen die 42 Kilometer lange Strecke, die im Westen der früheren historischen Hauptstadt La Laguna beginnt. Die auf einer schmalen Gebirgskette verlaufende Route gilt aufgrund des tollen Landschaftspanoramas als die schönste, die man auf der Insel überhaupt fahren kann. An zahlreichen Orangenbäumen und Kakteen vorbei gelangten wir in das kleine abgelegene Dorf La Esperanza. Von dort aus ging es weiter durch den Esperanza-Wald, dessen Bild durch viele Kiefern, Lorbeer- und Eukalyptusbäume geprägt ist.  An mehreren Aussichtspunkten, auch unter dem Namen Miradors bekannt, hielten wir an, um die malerische Umgebung auf uns wirken zu lassen und schöne Bildaufnahmen zu machen. Auf dem Mirador Montaña Grande in einer Höhe von rund 1120 Metern konnten wir auf der einen Seite auf die Insel La Palma, auf der anderen auf Gran Canaria blicken. Auf 2000 Metern Anhöhe war die Baumgrenze erreicht, der dichte Wald wich einer schroffen Felslandschaft mit niedrigen Kiefern und kleinen Sträuchern.

Bereits bei Einfahrt in den Nationalpark hatte ich das Gefühl, eine völlig andere Welt zu betreten.

Einfahrt in den Teide-Nationalpark

Einfahrt in den Teide-Nationalpark

Blick in die eindrucksvollen "Canyons" des Nationalsparks

Blick in die eindrucksvollen „Canyons“ des Nationalsparks

Die unzähligen in verschiedenen Farben gehaltenen Gesteinformationen aus Basalt, die eindrucksvollen teilweise 100 Meter hohen Steilwände sowie der gigantische Talkessel (Caldera) erinnerten mich an die amerikanischen Canyons, die ich allerdings nur aus dem Fernsehen kenne. Der Caldera hat seine einzigartige Form Eruptionen eines vor rund 4 Millionen Jahren aktiven Urvulkans zu verdanken, der wesentlich höher und imposanter war als der heutige Teide. Durch ausgetretene Lava dieses Feuerbergs enstanden Hohlräume, die zum Einsturz des Vulkanmassivs in die Magmakammer führten. Auf diese Weise bildete sich der von Steilwänden umgebene Kessel.  Eindrucksvoll sind des Weiteren schwarze, graue und auch rote Lavafelder, die Zeugnis über weitere Vulkanausbrüche im Laufe der (Erd-)geschichte geben.

Als besondere Attraktion im Nationalpark gilt die Felsformation Roques de García, die sich am Rande des imposanten Talkessels befinden.

Die bizarre Gesteinsformation "Roques des García"

Die bizarre Gesteinsformation „Roques des García“

Sie verläuft über eine Länge von rund zwei Kilometern erst in nordwestliche, danach in südöstliche Richtung. Mit einer Höhe von 200 Metern gilt der vorgelagerte Fels La Cathedral als der größte dieser Gesteinsgruppe. Das Alter der Roques des García wird auf etwa 1,5 Millionen Jahre geschätzt. Allerdings ist ihre Entstehung unter Wissenschaftlern umstritten. Einer ihrer Theorien zufolge blieben sie beim Abrutschen der umliegenden Caldera vor ca. 170.000 Jahren aufgrund ihrer großen Stabilität bestehen. Gegenüber dieser Gesteinsformation befindet sich das einzige Hotel des Nationalparks, das unter dem Namen Parador Nacional bekannt ist. Von hier aus haben Besucher die Gelegenheit, Wanderungen durch die eindrucksvolle Landschaft zu unternehmen. Dies ist entweder alleine oder in einer geführten Gruppe möglich.

Auch sollte die einzigartige Flora des Nationalparks nicht unerwähnt bleiben. Vor allem im Frühjahr und zu Beginn des Sommers blühen hier unzählige Pflanzenarten, die nur in diesem Gebiet zu finden sind. Für ihre Bestäubung sorgen eine großen Anzahl an Insekten, unter anderem einheimische Bienen.

Der Botanische Garten

Unser Teneriffaurlaub vom 23.03. – 31.03.2014

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– Hotel San Felipe

– Puerto de la Cruz

– Nationalpark

Der Vulkan Teide

– San Andrés

– Playa de las Teresitas

– Das Bergdorf Masca im Teno-Gebirge

– Playa de las Américas

Als wahres Prachtstück in Puerto de la Cruz gilt der Botanische Garten. Daher habe ich ihm einen eigenen Beitrag gewidmet. Die wunderschöne Anlage befindet sich in dem vom Tourismus geprägten Stadtteil La Paz. Sie wurde 1788 im Auftrag von König Carlos III. errichtet. Der Anlass hierzu war das Vorhaben, sämtliche in Amerika und den Tropen beheimatete Pflanzen auf den Kanaren an das europäische Klima zu gewöhnen, um sie anschließend auf das Festland zu verschiffen. Der Botanische Garten ist eine grüne Oase inmitten des Stadttrubels. Auf etwa 40.000 m² können Besucher verschiedene Pflanzenarten aus den Tropen und Subtropen bewundern. Auch zahlreiche regionale Gewächse gibt es hier mittlerweile. Zu diesen gehören unter anderem der Drachenbaum oder auch die Kanarische Palme.  Als besonderes Highlight der Anlage gilt ein etwa 200 Jahre alter aus Australien stammender Feigenbaum der Gattung Ficus macorphylla ssp. columnalis.

Berühmter Feigenbaum der Gattung Ficus macorphylla ssp. columnalis

Berühmter Feigenbaum der Gattung Ficus macorphylla ssp. columnalis

Berühmt wurde er vor allem wegen seines mehrdimensionalen Wuchses. Wie auf dem nebenstehenden Bild zu erkennen ist, besteht der Baum aus mehreren Stämmen und erinnert den Betrachter daher an ein kleines Wäldchen. Erwähnswert sind auch die hier angesiedelten Wassergewächse, zu denen unter anderem malerische Seerosen zählen. Des Weiteren wurde auf dem Grundstück ein Gewächshaus errichtet, in dem eine große Anzahl unterschiedlicher Orchideenarten wachsen. Wer sich umfassender über die einzelnen Pflanzenarten informieren möchte, kann hierzu die interne Bibliothek nutzen. Viele Gewächse im Botanischen Garten bilden aufgrund ihrer herrlichen Farben die Basis für wunderschöne Fotomotive. Zu empfehlen ist vor allem ein Besuch im Frühling oder Sommer, da zu dieser Zeit die meisten Bäume und Blumen in der Blüte sind.