Die Johanneskirche – Meine langjährige Nachbarin

Das neugotische Bauwerk ist namensgebend für das Darmstädter Johannesviertel und stellt zudem seinen Mittelpunkt dar.

Meinen heutigen Blogbeitrag möchte ich der Johanneskirche widmen, die sich seit vielen Jahren in meiner Nachbarschaft im Johannesviertel befindet. Mein täglicher Weg führt fast immer an ihr vorbei.

Die Darmstädter Johanneskirche

Die beeindruckende Darmstädter Johanneskirche ist namensgebend für das Johannesviertel, das früher „Blumenthalviertel“ genannt wurde

Das imposante Bauwerk liegt nur zehn Minuten Fußweg vom zentral gelegenen Luisenplatz entfernt. Erbaut wurde die neugotische Kirche nach den Vorlagen des Münchner Architekten Heinrich von Schmidt von dem Kirchenbaumeister Karl Schwartze, ihre Einweihung fand im Jahr 1894 statt. Besonders eindrucksvoll waren die Glasfenster des Gebäudes, die Szenen aus dem Leben Christi und der hessischen Kirchengeschichte darstellten. Leider wurden diese mitsamt des Gotteshauses im Zweiten Weltkrieg zerstört. Glücklicherweise blieben die Kirchenglocken erhalten. Diese waren zuvor nach Hamburg zum Einschmelzen gebracht worden. 1951 fand deren Rückführung nach Darmstadt statt. Heute hängen diese vierstimmigen Glocken in dem 61 Meter hohen Kirchturm.

Nur ein Jahr danach erfolgte der Neuaufbau der Johanneskirche unter Leitung von Oberbaurat Karl Schaefer. Viele der einstigen neugotischen Stilelemente verschwanden im Zuge dessen, da die Gemeinde vor allem für den Innenraum Wert auf eine schlichte Gestaltung legte. Bei der Wiederrichtung wurden des Weiteren die für die Dachdeckung vorhandenen Schieferplatten entwendet. Aus diesem Grund war das Dach über einen langen Zeitraum mit Ziegelsteinen gedeckt.

Der Kirchturm der Darmstädter Johanneskirche

Der 61 Meter hohe Turm der Darmstädter Johanneskirche

2001 fanden an dem Kirchengebäude umfangreiche Restaurierungen statt. Infolgedessen wurde auch das Dach renoviert und mit ungleich großen Schieferplatten gedeckt. Das Gotteshaus ist die Pfarrkirche der evangelischen Johannesgemeinde in Darmstadt. In ihr finden vielseitige Gottesdienste statt, die auf unterschiedliche Alters- und Zielgruppen abgestimmt sind.

Weitere Informationen findet ihr auf der Website der Johannesgemeinde:

http://www.johannesgemeinde.com

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Das Fischerdorf San Andrés

Unser Teneriffaurlaub vom 23.03. – 31.03.2014

Übersicht aller Reiseberichte (Bitte klicken):

– Einleitung/Allgemeine Infos

– Hotel San Felipe

– Puerto de la Cruz

– Botanischer Garten

– Nationalpark

Der Vulkan Teide

– Playa de las Teresitas

– Das Bergdorf Masca im Teno-Gebirge

– Playa de las Américas

An dem recht sonnigen Mittwoch beschloss ich, einem Entspannungstag an Teneriffas schönstem Strand, dem Playa de las Teresitas, einzulegen. Mein Lebensgefährte erkundete in dieser Zeit das für seine Schroffheit bekannte im Nordosten der Insel gelegene Anagagebirge. Nach einigen schönen und sorglosen Stunden an dem für sein karibisches Flair bekannten Strand beschloss ich nachmittags, eine Tour in das benachbarte Fischerdorf San Andrés zu machen.

Das idyllische an einem Hang gelegene Fischerdorf San Andrés

Das idyllische an einem Hang gelegene Fischerdorf San Andrés

Der Ort ist seit 1850 Teil der etwa 10 Kilometer entfernten Hauptstadt Santa Cruz und war bis 1950 nur über einen in die Felsen geschlagenenTrampelpfad zu erreichen. Er liegt auf einer Anhöhe in den Anfängen des Anaga-Gebirges. Bei Ausgrabungen stieß man hier auf eine der bekannten Mumien der Guanchen, die als die Ureinwohner der Kanarischen Inseln bekannt sind.

Nach einem Cafébesuch in dem idyllischen Ort begann ich, die kleinen malerischen Gassen zu erkunden.

Die verträumten Gassen von San Andrés

Die verträumten Gassen von San Andrés

Schön anzusehen sind hier unter anderem die stattlichen indischen Lorbeerbäume, auf die man in San Andrés überall stößt. Da die Bewohner des Dorfes bis heute vom Fischfang leben, gibt es hier vielerorts Fischrestaurants mit besonderen einheimischen Spezialitäten. San Andrés ist bis heute vom Tourismus weitgehend unberührt. Daher findet man hier keine Hotels und Pensionen. Besteht jedoch der Wunsch, den Urlaub in dem idyllischen Fischerdorf zu verbringen, so stehen einige Ferienappartements zur Verfügung. Allerdings ist ihre Zahl begrenzt. Ursprünglich war hier der Bau größerer Tourismusanlagen geplant. Infolgedessen gab es große Proteste seitens der Einheimischen, so dass spanische Gerichte dieses Vorhaben im Jahr 1984 stoppten.

Im Zentrum des Ortes stieß ich auf die Kirche Iglesia de San Andrés, die als das älteste katholische Gotteshaus der Kanaren gilt. Erbaut wurde sie von 1505 bis 1510 und hebt sich vor allem durch ihre beeindruckende Kolonialarchitektur hervor.

Die Iglesia des San Andrés - Bekannt als die älteste katholische Kirche der Kanarischen Inseln

Die Iglesia des San Andrés – Bekannt als die älteste katholische Kirche der Kanarischen Inseln

Als weitere Sehenswürdigkeit gelten die Überreste einer früheren Festung, dem Castillo de San Andrés. Diese wurde 1706 errichtet, fiel allerdings mehreren Unwettern zum Opfer. Daher ist sie heute eine Ruine.

Über viele Treppen drang ich in den höher gelegenen Teil des Ortes vor. Hier wurde ich mit einer tollen Aussicht auf den Strand und das Anaga-Gebirge belohnt. Wer einheimisches Flair dem Massentourismus vorzieht oder einfach einmal Ruhe und Beschaulichkeit sucht, ist hier aus meiner Sicht genau am richtigen Platz. Ich habe diesen Nachmittag sehr genossen.

Die 1706 erbaute Festung Castillo de San Andrés - heute eine Ruine

Die 1706 erbaute Festung Castillo de San Andrés – heute eine Ruine

Blick auf den Playa de las Teresitas und Ausläufer des Anaga-Gebirges

Blick auf den Playa de las Teresitas und Ausläufer des Anaga-Gebirges