Die Keramikwerkstatt von El Molino – Eine Reise zu den Ureinwohnern La Palmas

Unser La-Palma-Urlaub vom 18.07. – 28.07.2016

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Rückblende Juli 2016: Heute besuchen wir die Töpferwerkstatt des Kunsthandwerker-Ehepaares Ramón Barreto Leal und Vina Cabrera Medina. Diese ist in der alten Mühle El Molino oberhalb der Stadt Mazo im Osten von La Palma untergebracht.  Es handelt sich hierbei um die bekannteste Keramikwerkstatt auf den Kanarischen Inseln.

Ausgestellte Werke in der Keramikwerkstatt El Molino

Ausgestellte Werke in der Keramikwerkstatt von El Molino

Die Inhaber stellen auf traditionelle Weise Reproduktionen von Keramikgegenständen her, so wie sie ursprünglich von den Ureinwohnern der Inseln, den Benahoaritas, gefertigt wurden. Zu der Werkstatt gehört auch ein kleines Museum, in dem die Besucher die vollendeten Werke besichtigen können.

Diese aus vorspanischer Zeit stammende Töpferei zeichnet sich vor allem durch seine feinen geometrischen Muster aus, die in die Schalen geritzt werden. Die Gegenstände werden nach traditionellem Vorbild komplett von Hand gefertigt, denn Hilfsmittel wie eine Drehscheibe waren den Ureinwohnern fremd.

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Die von Hand gefertigten Keramikschalen zeichnen sich vor allem durch ihre filigranen Muster aus

Bevor die Eheleute mit ihrer Arbeit in der Werkstatt begannen, hatten sie eine Vielzahl an Bruchstücken aus alten Keramikfunden zusammengesetzt.

Einige von diesen können ebenfalls in dem Museum besichtigt werden. Die Übrigen vermachten Ramón und Vina dem archäologischen Museum in Los Llanos. Das Alter der Fundstücke wird auf 500 bis 900 Jahre geschätzt.

Das Ehepaar hat insgesamt 180 verschiedene Muster und Formen auf Schablonen in verschiedenen Größen übertragen, die sich nun verwenden. Für Besucher besteht die Möglichkeit, den Künstlern bei der Arbeit zuzuschauen. Heute ist Ramón Barreto in der Werkstatt.

Der Inhaber Ramón Barreto Leal bei der Arbeit

Der Werkstattinhaber Ramón Barreto Leal bei der Arbeit

Während dieser am Fertigen einer Tonschale ist, kommen wir mit ihm (auf Englisch) ins Gespräch. Wir erfahren, dass er zeitweise in Venezuela gelebt hat und zu Beginn der 1970er Jahre nach La Palma zurückgekehrt war.  Er kaufte die aus dem 19. Jahrhundert stammende Mühle, die er mit viel Liebe renovierte. Bald darauf begann er mit seiner Arbeit.

Im Nebenraum gibt es einen Fernseher, in dem wir uns einen Film über die Mühle und das Keramikhandwerk ansehen. Dieser wird auch auf Deutsch präsentiert. Die gefertigten Produkte stehen ebenfalls zum Verkauf. Da sie komplett von Hand hergestellt wurden, haben sie natürlich ihren Preis. Beim Verlassen der Mühle laufen wir noch einmal durch den Garten. Dieser ist für Botaniker und Liebhaber von besonderem Interesse, denn hier wachsen vorwiegend einheimische Wildpflanzen.

Die alte Mühle El Molino

Die Mühle El Molino aus dem 19. Jahrhundert – In ihren Räumlichkeiten ist die Keramikwerkstatt von Ramon Barreto Leal und Vina Cabrera Medina untergebracht.

 

 

 

Impressionen von La Palma – Eine Zusammenfassung

Unser La-Palma-Urlaub vom 18.07. – 28.07.2016

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In der folgenden Diashow findet ihr einige Impressionen unseres La-Palma-Urlaubs, wie zum Beispiel den Ferienort Los Cancajos, die Inselhauptstadt Santa Cruz, den Nationalpark Caldera de Taburiente, den Roque de Muchachos, den Lorbeerwald Los Tilos und einige mehr.

Der Lorbeerwald Los Tilos

Unser La-Palma-Urlaub vom 18.07. – 28.07.2016

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Rückblende Juli 2016: Heute unternehmen wir einen Ausflug nach Los Tilos. Hierbei handelt es sich nicht um eine Stadt oder einen Ort, sondern um einen Lorbeerwald, der sich im Nordosten von La Palma befindet.

Das feuchtwarme Klima in dieser Region hat sich seit Entstehung der Insel kaum verändert. Der Lorbeerwald zählt daher zu den am besten erhaltenen auf der ganzen Welt. Als sein Herzstück gilt die steile 9 Kilometer lange Wasserschlucht Barranco de Agua, die auf eine Höhe von 1800 Metern ansteigt. Sie wird von unzähligen Ranken und Farnen überwuchert.

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Im Lorbeerwald Los Tilos

Ihre Entstehung reicht über eine Million Jahre zurück. Die Schlucht wurde damals durch die Kraft des Wassers in den Caldera-Rücken gegraben. Zudem sorgten die außergewöhnlich vielen Niederschläge für ein Abgleiten der Basaltformationen. Aus diesem Grund befindet sich am Boden der Schlucht eine beträchtliche Zahl an großen und kleinen Felsbrocken.

Noch vor der letzten Eiszeit war der Lorbeerwald im gesamten Mittelmeerraum zu finden. Aufgrund der Kälte jener Epoche wurden die Pflanzen jedoch vernichtet. Sie konnten lediglich im angenehmen Klima der Inseln im Atlantischen Ozean überleben.

In der Umgebung von La Galga haben Besucher die Möglichkeit, den Lorbeerwald zu erkunden.  Wir entschließen uns für einen kleinen Spaziergang entlang eines Wasserkanals, der eigens für Besucher hergerichet wurde. Dieser führt direkt zum Barranco des Agua. Unmittelbar vor dem Wasserfall geht es durch einen 25 Meter langen Tunnel. Hier ist es sehr dunkel, so dass wir unsere Smartphones als Taschenlampe nutzen. Am Wasserfall angekommen, erwartet uns neben einer vielfältigen Pflanzenwelt der imposante Wasserfall. Die Eindrücke habe ich auf Video festgehalten, das ich im Folgenden vorstellen möchte:

Der Roque de los Muchachos

Unser La-Palma-Urlaub vom 18.07. – 28.07.2016

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Heute entschließe ich mich, an meinen La-Palma-Urlaubsbericht weiterzuschreiben. Im Gegensatz zu letzter Woche ist heute ein herrlicher Tag, die Sonne scheint, und ich höre dem Zwitschern der Vögel durch das offene Fenster zu. Von diesem schönen Frühlingswetter inspiriert setzte ich mich an meinen Computer und beginne zu schreiben…

Rückblende Juli 2016: Heute unternehmen wir mit unserem Mietwagen einen Ausflug zum Roque de los Muchachos. Mit einer Höhe von 2.426 Metern gilt dieser als die höchste Erhebung von La Palma.

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On the Road: Wir sind auf dem Weg durch die felsige Landschaft des Nationalparks zum Roque de los Muchachos

Der Berg zählt zum Nationalpark Caldera de la Taburiente und bildet den nordwestlichen Rand des Talkessels. Die gut ausgebaute Straße, über die wir fahren, führt durch herrliche Wälder und an mehreren schönen Aussichtspunkten vorbei. Das Wald endet irgendwann aprubt und weicht einer nicht minder beeindruckenden Felsenlandschaft des Nationalparks. Wir legen hier einige Zwischenstopps für Fotoaufnahmen ein.

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Die Raben und ich: Fotosession am Roque de los Muchachos

Am Roque de los Muchachos ist viel los, und so brauchen wir eine ganze Weile, bis wir endlich einen Parkplatz finden. Es ist ein toller Tag mit einer recht angenehmen Temperatur. Uns erwartet eine herrliche Aussicht weit über die Insel und in den Talkessel hinein. Doch wie bereits erwähnt, sind wir nicht allein. Neben unzähligen weiteren Touristen haben sich auf den Felsen mehrere Raben niedergelassen, die gemächlich dem quirligen Treiben zusehen.

Vom Roque des los Muchachos haben wir ebenfalls einen sehr guten Blick auf das Observatorium von La Palma. Bei diesem handelt es sich um eine Ansiedlung von Sternwarten, die sich am Hang dieses Berges in einer Höhe von 2350 und 2400 Metern befinden. Zusammen mit dem Teide Observatorium auf Teneriffa bildet dieses das European Northern Observatory.

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Blick vom Roque le los Muchachos auf das Observatorium von La Palma

Die Sternwarten auf La Palma wurden im Jahr 1985 eröffnet. An dieser Anlage sind mehrere europäische Länder beteiligt. Sie gilt als eine der bedeutendsten der Welt. Gründe für die Wahl dieses Standortes waren die klimatischen Bedingungen am Roques de Muchachos, denn dort sind sehr viele Nächte wolkenfrei. Zwar hängen häufig auf La Palma in 1000 Metern Höhe Wolken, doch enden diese spätestens ab einer Höhe von 2000 Metern. Die Luft am Roque des Muchachos gilt als besonders klar.

In einen Wolkennebel gelangen wir auf dem Rückweg, als wir nahe eines Bergdorfes einen kurzen Zwischenstopp einlegen. Da wir einen anderen Weg genommen haben und dieser über unzählige Serpentinen führt, fühle ich mich ein wenig flau im Magen. Daher bin ich über die kurze Pause und die frische Luft ganz froh. Über dem Ort liegt eine regelrechte Düsternis, von dem klaren Sommertag am Roque des los Muchachos ist weit und breit nichts zu sehen. Allmählich geht es mir wieder besser, und so setzen wir die Fahrt fort. In einem anderen Dorf, an dem wir vorbeikommen, legen wir in einem Café eine längere Pause ein. Hier scheint auch die Sonne wieder.

Der Nationalpark Caldera de Taburiente

Unser La-Palma-Urlaub vom 18.07. – 28.07.2016

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Wir schreiben den 9. März 2017. Trotz meteorologischem Frühlingsbeginn und gestiegener Temperaturen erinnert das Wetter eher an einen tristen Herbsttag, draußen hat es sich eingeregnet, die Sonne versteckt sich hinter einem dichten grauen Wolkenteppich. Die Vorhersage für die nächsten Tage ist jedoch zum Glück besser.

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Draußen herrscht tristes Regenwetter: Sonne, ich vermisse dich!

Um mir auch für heute gedanklich zumindest sonnigeres Wetter vorzustellen, entschließe ich mich, an meinem La-Palma-Urlaubsbericht weiterzuschreiben, den ich vor einiger Zeit begonnen habe. Also begebe ich mich auf die Reise zurück zum letzten Sommer…

Rückblende Juli 2016: Da wir mittlerweile den Mietwagen haben, beschließen wir heute, zum Nationalpark Caldera de Taburiente zu fahren. Weil dieser einer der meistbesuchten Attraktionen auf La Palma ist,  braucht man mittlerweile aus Naturschutzgründen eine Zugangsgenehmigung, die unter anderem im Nationalparkzentrum ausgegeben werden. Also machen wir uns als erstes auf den Weg dorthin. Wir haben Glück und bekommen eine der wenigen noch verfügbaren, denn im Sommer ist der Besuch des Nationalparks von vielen begehrt. Es ist ein sehr heißer Tag, vor allem hier im Landesinneren steht die Luft regelrecht. Wir passieren die Schranke und fahren zu dem ausgewiesenen Parkplatz.

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Der Nationalpark Caldera de Taburiente – prächtige Kiefern- und Pinienwälder prägen gemeinsam mit mächtigen Bergketten das Bild

Da die Mittagszeit gerade vorbei ist, ist im Nationalpark im Moment noch nicht viel los. Wir steigen aus dem Wagen und genießen die derzeitige Stille. Rundherum erstrecken sich die Kiefern- und Pinienwälder, vor uns erheben sich mächtige Felsformationen. Wir nutzen die Ruhe für schöne Fotoaufnahmen.

Um einen ersten Eindruck vom Nationalpark zu bekommen, machen wir uns anschließend zu einer kleinen Wanderung auf. Der Weg, auf dem wir laufen, schlängelt sich um die Caldera. Dieser spanische Begriff bedeutet im Deutschen nichts anderes als Talkessel. Die 9 Kilometer lange Caldera de Taburiente wird von 1800 Meter hohen Felswänden umschlossen. Die Atmosphäre erinnert stark an die Alpen. Auf dem Grund des Talkessels gibt es zahlreiche Bäche, die unter anderem zu imposanten Wasserfällen zusammenfließen.

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Unsere kleine Wanderung entlang der Caldera – wir genießen die einmalige durch rote Felsformationen und grüne Bäume geprägte Atmosphäre

Aufgrund des Wassers innerhalb der Caldera sowie der Passatwinde gibt es hier viel Grün. Hinsichtlich der Entstehung des Talkessels gehen Wissenschaftler mittlerweile davon aus, dass diese sehr runde Form durch die Erosion mehrerer vulkanischer Gebirgszüge entstand, die sich im Laufe der Jahrtausende nebeneinander aufgebaut hatten. Die Witterung sowie die Kraft des Wassers sorgten für das Übrige.

Leider ist die Luft im Nationalpark heute dunstig, sodass der klare Blick in den Talkessel fehlt. Trotzdem genießen wir das einmalige Panorama aus grünen Bäumen und rötlichen Felsformationen. Mit der Zeit wird unser Wasser knapp, die Hitze ist drückend. So entschließen wir uns nach einiger Zeit wieder für den Rückweg. Am Parkplatz angekommen ist es mittlerweile mit der Stille vorbei. Es ist späterer Nachmittag, viele Besucher haben sich jetzt im Nationalpark eingefunden. Als wir nach unten fahren und die Schranke passieren, entdecke ich an der Seite einen Wasserhahn, aus dem sich auch andere Besucher ihre Trinkflaschen füllen. Ich spiele mit dem Gedanken, mir ebenfalls davon zu holen. Da es jedoch nirgendwo ein Hinweisschild auf Trinkwasser gibt, überlege ich es mir doch schließlich anders. Man weiß ja nie… Also holen wir uns unser Wasser doch lieber an der nächsten Tankstelle.

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Der imposante Talkessel Caldera de Taburiente – entstanden vermutlich durch Erosion mehrerer vulkanischer Gebirgsketten – leider liegt er an diesem Tag leicht im Dunst

Die Inselhauptstadt Santa Cruz de la Palma

Unser La-Palma-Urlaub vom 18.07. – 28.07.2016

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Rückblende Juli 2016: Der zweite Urlaubstag auf La Palma ist angebrochen. Nach einem ausgiebigen Frühstück auf unserem Balkon packen wir unsere Rucksäcke und machen uns auf den Weg zur Bushaltestelle. Hier startet der Bus nach Santa Cruz de la Palma, der Inselhauptstadt. Diese ist nur wenige Fahrminuten von Los Cancajos, unserem Ferienort, entfernt. Bevor wir uns an die Haltstelle begeben, unternehmen wir noch einen kleinen Spaziergang entlang der Strandpromenade. Eine angenehme Brise weht, rechts von uns befindet sich der Atlantische Ozean. Zwischenzeitlich halten wir inne, um Fotos zu machen und dem Rauschen der Wellen zuzuhören.

Danach begeben wir uns an die Haltestelle, der Bus trifft nur wenige Minuten später ein. Nach einer kurzen Fahrt steigen wir unmittelbar vor dem Zentrum von Santa Cruz aus. Wir starten unseren Stadtrundgang, indem wir in die Fußgängerzone einbiegen. Diese trägt den klangvollen Namen Calle O´Daly. Benannt wurde sie nach einer irischen Kaufmannsfamilie. Die Straße wird durch zahlreiche Patrizierhäuser spanischer, irischer und flämischer Herkunft geprägt. Heute sind in vielen der Gebäude Geschäfte und Galerien untergebracht. Sehr sehenswert ist auch das Haus Nr. 22 aus dem 17. Jahrhundert. Obwohl es mit seiner dunklen Vulkansteinfassade außen eher unscheinbar aussieht, beherbergt es in seinem Inneren einen echten spanischen Klassiker, der sich über vier Stockwerke auf Steinsäulen und Galerien erstreckt, die den gesamten Bereich umrunden.

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Die belebte Fußgängerzone Calle O´Daly

Als nächstes besuchen wir den Plaza Santo Domingo, auf dem sich das gleichnamige Kloster und die Kirche befinden. Diesen erreichen wir über etliche Treppenstufen. Die Anlage zählt zu den ältesten der gesamten Stadt. Mit ihrer Errichtung wurde im 16. Jahrhundert begonnen. Ins Auge fallen vor allem die zur Kirche und zum Klostergebäude führenden sehr breiten Treppenstufen. Nur mit Hilfe dieser konnten auf dem teils recht steilen Gelände der Stadt ebene Flächen für Plätze und Häuser geschaffen werden. Sehr imposant sind zudem die Steinverzierungen am Portal, die aus rotem Trachit bestehen. In den Räumlichkeiten des Klosters ist mittlerweile ein Gymnasium untergebracht. Ich stelle mich zwischenzeitlich an das den Platz abschließende Geländer und blicke in die Ferne. Über zahlreiche Dächer hinweg erblicke ich am Horizont die Weiten des Atlantischen Ozeans.

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Der Plaza Santo Domingo mit dem ehemaligen Kloster

Wir steigen nun die zahlreichen Treppenstufen wieder hinab und begeben uns an den malerischen Plaza Espana. Dieser gilt als der Dreh- und Angelpunkt von Santa Cruz, und so herrscht hier ein reges Treiben.  Hier befindet sich auch die im 16. Jahrhundert erbaute Kirche El Salvador. Sie besteht aus einem sehr massiven Glockenturm, der fast schon an den Teil einer Festungsanlage erinnert. Möglicherweise wurde dieser als Fluchtturm für Piratenangriffe errichtet. Das Gotteshaus besteht aus drei Schiffen, deren Abschluss großzügig verzierte Decken im Mudéjarstil bilden.

Auf der gegenüberliegenden Seite der Kirche befindet sich das Rathaus. Das aktuelle Bauwerk wurde um 1560 errichtet. Es gab bereits ein Vorgängergebäude, das jedoch 1553 durch einen Piratenangriff zerstört wurde. In der im Renaissancestil gestalteten Fassade sind die Wappen von La Palma und dem früheren spanischen Königs Philipp II. zu finden. Im 16. Jahrhundert war dieses Gebäude sogar Bischofssitz.

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Rathaus am Plaza Espana

Wir begeben uns jetzt auf die Calle O´Daly zurück und schlendern noch ein wenig durch diese. Ich nutze die Zeit, mich nach einem passenden Kühlschrankmagneten umzusehen. Denn seit einigen Jahren nehme ich von jeder Reisedestination, die ich besuche, einen mit. In einem kleinen Geschäft finde ich einen sehr schönen mit den legendären Balkonhäusern von Santa Cruz, die als eines der Wahrzeichen von La Palma gelten. Zu diesen komme noch in einem späteren Abschnitt dieses Reiseberichtes.

Als Nächstes verlassen wir die Fußgängerzone und machen uns auf den Weg in Richtung Markthalle. Auch wenn man dort nicht kaufen möchte, ist der Besuch aufgrund des typischen südländischen Flairs sehr zu empfehlen. In der Halle finden Besucher zahlreiche Delikatessen, wie zum Beispiel Früchte, Fleisch, Fisch, Ziegenkäse, verschiedene Weine und einiges mehr vor. Da die Mittagszeit angebrochen ist und wir aufgrund der vielfältigen kulinarsichen Anblicke in der Markthalle allmählich Hunger verspüren, beschließen wir, uns so langsam nach einer Lokalität zum Essen umzusehen.

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Kulinarische Spezialitäten in der Markthalle von Santa Cruz

Wir begeben uns wieder Richtung Fußgängerzone und stoßen auf einen kleinen hübschen Platz namens Plaza van Dale. Gegenüber von diesem befinden sich zwei sehr beeindruckende Patrizierhäuser, in denen heute Clubs der feinen Gesellschaft untergebracht sind.

Wir laufen die anschließende Calle Pérez entlang, kommen an einem weiteren sehr schönen Platz (Placeta de Borrero) mit Brunnen, sehr schönen Geschäften und einem Terrassencafé vorbei. Die nächste Sehenswürdigkeit, zu der wir gelangen, sind der Plaza de San Francisco mit der gleichnamigen Kirche und dem Konvent. Angelegt wurden diese im Jahr 1508. In dem Konvent befindet sich das sogenannte Inselmuseum, in dem Besucher zahlreiche Exponate aus regionaler Archäologie, Malerei, Heimatkunde und Naturgeschichte vorfinden.

Als nächstes gelangen wir an den verkehrsfreien Plaza Alameda, in dessen Zentrum sich ein ganz außergewöhnliches Kiosk im maurischen Stil befindet.  Läuft man an das Ende des Platzes, so gelangt man zum Museo Naval „Santa Maria“. Bei diesem handelt es sich um eine Nachbildung des gleichnamigen Flagschiffs von Kolumbus auf seiner ersten Entdeckungsreise in die soganannte Neue Welt vor etwa 500 Jahren. Dieser Nachbau besteht jedoch nicht aus Holz, sondern wurde aus Beton gestaltet. In Wirklichkeit hat Kolombus jedoch niemals La Palma betreten. Er startete seine Überfahrt vom Hafen Palos auf dem spanischen Festland und machte lediglich auf La Gomera eine längere Pause.

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Das Museo Naval „Santa Maria“ – eine Nachbildung des gleichnamigen Flagschiffs von Kolumbus

Nachdem wir das Schiff ausgiebig fotografiert haben, begeben wir uns auf den Plaza Alameda zurück und suchen uns dort ein kleines Bistro für die Mittagspause. Während wir uns dort unsere Sandwiches schmecken lassen, haben wir die Möglichkeit, die sehr beschauliche Atmosphäre zu genießen. Derzeit wirkt die Umgebung fast wie ausgestorben, da viele der Einheimischen jetzt ihre Siesta halten. Auch sonst wirkt das Leben in der Inselhauptstadt eher beschaulich, was auch auf die Mentalität seiner Einwohner zurückzuführen ist. Hier überträgt sich sich die Ruhe und Gelassenheit der Palmaneros auch durchaus positiv auf uns oftmals sehr getriebene Mitteleuropäer. Die Menschen vor Ort gelten als freundlich, entspannt und unaufdringlich. Sie nehmen sich Zeit für Familie, Freunde und das Leben selbst.

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Mittagspause am Plaza Alameda

Nach unserem Mittagessen und anschließendem Kaffee treten wir den Rückweg an. Diesen laufen wir über die dortige Uferstraße am Meer entlang. Eine Sehenswürdigkeit auf diesem Weg ist das Castillo de la Luz., das die Inselhauptstadt vor einigen Überfällen bewahrte. Ein absolutes Highlight auf dieser Strecke sind die bunten Balkonhäuser, die mit ihrem farbenfrohen Blumenschmuck als beliebtes Fotomotiv gelten. Wie bereits erwähnt, gelten sie als eines der Wahrzeichen von La Palma. Zudem weisen sie verschiedene architektonische Kombinationen auf, die auf Einwanderer aus Portugal zurückgehen. Über die Uferstraße gelangen wir zurück an unseren Ausgangspunkt und nehmen den nächsten Bus zurück nach Los Cancajos.

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Die Balkonhäuser von Santa Cruz – eines der Wahrzeichen auf La Palma

Übrigens: Santa Cruz blickt auf eine sehr bewegende Geschichte zurück, denn nicht immer war sie eine kleine Stadt auf einer Insel im Atlantik. Einst gehörte sie zu den wichtigsten Hafenstädten in Europa und galt als das Tor zur Neuen Welt. Zudem war Santa Cruz de la Palma die erste Anlaufstation der beladenen Schiffe von und in die Kolonien. Leider wurde die Stadt immer wieder das Ziel von Piratenangriffen. Verheerend für ihre wirtschaftliche Blüte war allerdings das Jahr 1657. Zwei bedeutende Sitze, nämlich der des Inspektors der Handelskammer von Sevilla und das Gericht für Indien (gemeint war damit jedoch Amerika, was die Spanier damals Indien nannten), wurde nach Teneriffa verlegt. Dies war das Ende der Stadt als bedeutende Hafenmetropole. Von seiner Schönheit und seinem Charme hat Santa Cruz jedoch bis heute kaum etwas eingebüßt.

La Palma – La Isla Bonita

Unser La-Palma-Urlaub vom 18.07. – 28.07.2016

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Wir schreiben den 27. Dezember 2016. Die Weihnachtsfeiertage sind vorbei, der Alltag kehrt langsam wieder ein. Ich blicke aus meinem Wohnzimmerfenster, die vor mir liegende Dezemberlandschaft ist eher trist. Immerhin lässt die heutige Wolkendecke eine gewisse Durchlässigkeit erkennen, an einigen Stellen lugt sogar der blaue Himmel hervor wie ein Versprechen, dass demnächst wieder schönere Tage kommen.

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Blick von meiner Wohnung in die trübe Dezemberlandschaft

Ich sitze vor meinem Laptop, die Gedanken schweifen immer weiter ab. Sie wandern zurück in die Zeit, als die Bäume noch grün waren und das Außenthermometer eine deutlich höher Temperatur anzeigte. Ich denke an den 18. Juli, als wir mitten in der Nacht mit unseren Koffern auf dem Weg nach La Palma waren. Daher rufe ich meinen Blog auf und fange an zu schreiben …

Rückblende Juli 2016: Noch ein wenig verschlafen setzen mein Lebensgefährte und ich uns in das Taxi, das uns zum Flughafen bringen soll. Trotz unserer Müdigkeit ist die Stimmung gut, wir kommen mit den Fahrer ins Gespräch. Auch er hat vor, demnächst in den Süden zu fliegen und seine Familie in Marokko zu besuchen. Die Fahrt ist kurzweilig und endet am Terminal 2 des Frankfurter Flughafens. Nachdem wir eingecheckt und unser Gepäck aufgegeben haben, suchen wir uns ein Café und stärken uns erst einmal.

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Bevor die Reise losgeht: Eine kleine Stärkung am Frankfurter Flughafen

Obwohl unser Flug Verspätung hat, kann die versäumte Zeit eingeholt werden, so dass wir pünktlich in Madrid landen. Hier haben wir zwei Stunden Zwischenaufenthalt, dann geht es weiter nach Santa Cruz de La Palma. Wir landen dort am frühen Nachmittag. Da sich unser Ferienort Los Cancajos nur wenige Kilometer vom Flughafen entfernt befindet, dauert die Fahrt mit dem Transferbus nur sehr kurz. Als wir aus diesem steigen, kommt uns eine angenehme Brise entgegen. Es ist nicht allzu heiß, die Temperatur beträgt ca. 26° C.

Nachdem wir an der Rezeption eingecheckt haben, suchen wir unser Appartement auf. Dieses ist sehr geräumig, wir haben neben dem Schlafbereich ein recht großes Wohnzimmer und eine kleine Küchenzeile. Auch der Balkon ist einigermaßen groß, der Blick geht auf die benachbarten Berge, auf deren Gipfeln sich einige landestypische Fincas befinden. Allmählich kehrt bei uns die Müdigkeit zurück, so dass wir uns erst einmal ausruhen. Leider verfügt das Appartement über keine Klimaanlage, sodass es hier recht warm ist. Gegen Abend werden wir wohl ordentlich lüften müssen. Nachdem wir uns ausgeruht und ein wenig frisch gemacht haben, erkunden wir zunächst erst einmal die nahe Umgebung …

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Ein Ausschnitt unseres Appartementhotels

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Die Anlage unseres Hotels

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Blick von unserem Balkon aus auf die Berge

La Palma ist die nordwestlichste der sieben Kanarischen Inseln. Sie trägt den Beinamen La Isla Bonita, was „die hübsche Insel“ bedeutet. Aufgrund ihrer abwechslungsreichen Vegetation nennen viele sie auch „La Isla Verde“, die „Grüne Insel“. Es gibt kaum einen Flecken auf dieser Welt, der auf kleinstem Raum eine derartige Vielfalt an Landschaftsbildern hervorzaubert. Hier gibt es Vulkane, alpine Gebirge, Wälder, Strände, Steilküsten, Schluchten und Wüsten.

Das gesamte Eiland ist vulkanischen Ursprungs. Verursacher seiner Entstehung war glühendes in 20 Kilometern unter der Erde liegendes Magma, das sich seinen Weg nach oben bahnte und als Lava schließlich ausgespuckt wurde. Die ältesten Bereiche der Insel entstanden vor ca. zwei bis vier Millionen Jahren. Daher handelt es sich bei La Palma um das jüngste Eiland der Kanaren. Dennoch reichte die Zeit, diese einmalige Landschaft zu formen. Aus der Vielzahl an Bergen ragt der Roque de los Muchachos mit einer Erhebung von 2.426 Metern als höchter Berg von La Palma hervor. Doch nicht nur die Gebirge, sondern auch die Passatwinde sorgen dafür, dass die Insel sich in verschiedene Klimazonen unterteilt, von tropisch über subtropisch bis hin zur eher kühlgemäßigten Zone. An manchen Stellen gibt es auch von Zeit zu Zeit Schneefall.

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Die Insel La Palma zeichnet sich durch ein vielfältiges Landschaftsbild aus – Blick vom Mirador de la Concepción auf Santa Cruz de la Palma

Neben seiner tollen Landschaft besticht La Palma des Weiteren durch seine in urspünglichem Zustand erhaltenen Städte und Dörfer. Die Hauptstadt ist Santa Cruz de la Palma mit einer Einwohnerzahl von etwa 16.000. Im Gegensatz zu anderen Kanarischen Inseln blieb La Palma bis heute vom Massentourismus weitgehend verschont. Um diesen Zustand zu erhalten, hat die UNESCO das gesamte Eiland im Jahr 2002 zum Biosphärenreservat erklärt.

In den nächten Tagen haben wir vor, La Palma näher zu erkunden. Doch heute Abend unternehmen wir erst einmal einen Spaziergang durch Los Cancajos. Bei diesem handelt es sich um einen Ferienort mit einer gewissen Anzahl an Urlaubern, doch im Gegensatz zu den großen Touristenhochburgen wie zum Beispiel auf Gran Canaria oder Teneriffa geht es hier recht beschaulich zur Sache. Große Hotelanlagen findet man recht wenig, das Angebot tendiert eher zum Individualtourismus. Bei unserem Erkundungsgang führt unser erster Weg an die Strandpromenade. Interessant ist hier auch die eigenartig geformte Vulkanküste, unter der der Atlantik schäumt. Da es heute eher windig ist, können wir einem lebhaften Spiel der Wellen zusehen.

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Der erste Abend am Strand von Los Cancajos bei lebhaftem Wind- und Wellengang

Los Cancajos verfügt über ein vielseitiges Angebot an Restaurants, Kneipen, Cafés und Geschäften. Diese und auch die Strände laden zum Innehalten und Relaxen ein. Hier kann man sich wohlfühlen! Doch morgen haben wir erst einmal vor, uns die Inselhauptstadt Santa Cruz anzusehen. Da diese nicht weit ist und auch regelmäßig ein Bus dorthin fährt, brauchen wir hierzu noch keinen Mietwagen. Diesen werden wir übermorgen bei einer Autovermietung vor Ort abholen, um auch weitere Touren unternehmen zu können. Über diese werde ich in der Folgezeit noch berichten.