Die Burgruine Schnellerts – ein lange vergessener Ort

Am vergangenen Sonntag haben wir eine Wanderung zu der sagenhaften Burgruine Schnellerts im Odenwald besucht. Diese befindet sich oberhalb des Brensbacher Ortsteils Stierbach. Von dort aus starteten wir unsere rund 45minütige Tour (einfache Strecke).

Die Route war sehr angenehm zu laufen, weite Teile führten durch den kühlen Wald. Dies war an dem heißen vorsommerlichen Tag doch recht angenehm. Nach einem letzten recht steilen Stück Weg erreichten wir die Burg, oder vielmehr das, was noch von ihr übrig war.

Die Überbleibsel der ursprünglich sicherlich sehr beeindruckenden Festung wurden bei archäologischen Ausgrabungen im 20. Jahrhundert gefunden. Von dem Bauwerk selbst gibt es bislang keine urkundlichen Nachweise. Historiker vermuten, dass die Burg um 1300 erbaut und bereits 1400 zerstört wurde. Weitere Infos zu diesem geheimnisvollen Ort gibt es unter dem folgenden Link:

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Burg_Schnellerts

Neben den alten Gemäuern befinden sich auf dem Festungsgelände noch eine moderne Schutzhütte sowie einige Bänke zum Niederlassen. Hier legten auch wir eine Rast ein und ließen die Atmosphäre auf uns wirken. Der ganze Ort strahlte etwas Mystisches, Sagenumwobenes aus. Rundherum war lediglich das Gewitscher der Vögel zu hören, sonst war hier niemand. Möglicherweise lag dies an der doch recht hohen Temperatur.

Die folgenden Fotos vermitteln einen Eindruck von der einstigen Burg und ihrer Umgebung:

Das Bergdorf Masca im Teno-Gebirge

Unser Teneriffaurlaub vom 23.03. – 31.03.2014

Übersicht aller Reiseberichte (Bitte klicken):

– Einleitung/Allgemeine Infos

– Hotel San Felipe

– Puerto de la Cruz

– Botanischer Garten

– Nationalpark

Der Vulkan Teide

– San Andrés

– Playa de las Teresitas

– Playa de las Americas 

Am Donnerstag unternahmen wir einen Ausflug in das Teno-Gebirge. Dieses befindet sich im Nordwesten der Urlaubsinsel Teneriffa. Dort besuchten wir das kleine in der Masca-Schlucht liegende Bergdorf Masca.

Blick auf das Bergdorf Masca von der Landstraße aus

Blick auf das Bergdorf Masca von der Landstraße aus

Bis in die 60er Jahre des 20. Jahrhunderts war es lediglich über eine von der Hauptstadt Santiago del Teide führende Sandpiste zu erreichen. Heute verbindet eine schmale kurvenreiche Landstraße den Ort mit Buenavista und Santiago de Teide. Im Jahr 2011 lag die Einwohnerzahl des Dorfes bei 105. Diese verteilte sich über rund 80 Häuser. Im Zentrum von Masca befindet sich ein kleiner Platz mit einer Kirche. Das in einen Vulkankrater gebaute Dorf besteht aus mehreren Ortsteilen, die über einige Berghänge verteilt sind.

Die kleine Kirche auf dem Dorfplatz von Masca

Die kleine Kirche auf dem Dorfplatz von Masca

Masca ist als Ausgangspunkt für eine der beliebtesten und berühmtesten Wanderungen auf Teneriffa bekannt. Sie beginnt in der Mitte des Ortes, führt durch den Flusslauf Barranco bis zum Atlantischen Ozean. Durch diese Strecke wird eine beträchtliche Anzahl an Besuchern an den Ort gelockt. Bei unserer Ankunft dauerte es eine Weile, bis wir einen Parkplatz gefunden hatten. Aufgrund des zunehmenden Tourismus hat sich vieles in dem Dorf verändert. Gab es 1986 dort lediglich eine Bar für die Einheimischen und ein Restaurant für die damals begrenzte Zahl an Besuchern, so befinden sich in Masca heute elf Gaststätten. Während wir vom Parkplatz aus in den Ort liefen, kamen uns mehrere farbenfrohe Reisebusse entgegen. Ich staunte nicht schlecht, dass hier offenbar mehr Betrieb herrscht als in mancher mitteleuropäischer Kleinstadt. An Souvenirläden mangelt es in dem Bergdorf wahrlich nicht.

Die Masca-Schlucht selbst gilt aufgrund ihrer vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt für Wanderfreunde als einzigartiges Erlebnis. Es wird empfohlen, die Tour mit einem ortskundigen Führer in einer Gruppe zu unternehmen, da man auf diese Weise mehr über die regionale Flora und Fauna erfährt.

Die Masca-Schlucht

Die Masca-Schlucht

Der Vulkan Teide

Unser Teneriffaurlaub vom 23.03. – 31.03.2014

Übersicht aller Reiseberichte (Bitte klicken):

– Einleitung/Allgemeine Infos

– Hotel San Felipe

– Puerto de la Cruz

– Botanischer Garten

– Nationalpark

– San Andrés

– Playa de las Teresitas

– Das Bergdorf Masca im Teno-Gebirge

– Playa de las Américas

In Verbindung mit unserem Ausflug im Nationalpark planten wir auch den Besuch des im Zentrum von Teneriffa liegenden Teide ein. Mit einer Erhebung von 3.718 Metern gilt er als der höchste Berg Spaniens.

Der beeindruckende Schichtvulkan Teide - bekannt als der höchste Berg Spaniens

Der beeindruckende Schichtvulkan Teide – bekannt als der höchste Berg Spaniens

Da die Besteigung zu Fuß nur für geübte Wanderer geeignet ist, wurde hier eine Seilbahn errichtet. Auf diese Weise konnte der Teide einer breiten Masse zugänglich gemacht werden.

Die Teide-Seilbahn

Die Teide-Seilbahn

Bereits im Vorfeld hatten wir einen Platz in der Seilbahn gebucht, die uns zur Bergstation des imposanten Schichtvulkans bringen sollte. Diese befindet sich auf einer Höhe von 3.555 Metern. Nach vielen tollen im Nationalpark gesammelten Eindrücken erreichten wir gegen 13 Uhr mit unserem Mietwagen die Talstation. Diese liegt am Fuße des Teide auf einer Anhöhe von bereits 2.356 Metern.

Schon von Weitem sahen wir die lange Schlange vor dem Kassenbereich. Dank unserer Reservierungen blieb uns das lange Anstehen jedoch erspart, wir konnten an dem Kassenhaus vorbei direkt in den Warteraum gehen. Da auch dort bereits viele Besucher warteten, dauerte es noch rund 20 Minuten, bis wir in die Seilbahn einsteigen konnten. Meinen dicken Parka inklusive Schal und Mütze hielt ich schon bereit, denn laut Internetrecherchen betrug die Temperatur oben auf dem Teide rund 1°C. Das rauhe und windige Klima bekam ich nur wenige Minuten nach unserer Ankunft zu spüren, daher war ich froh, dass ich kleidertechnisch so gut vorgesorgt hatte.  Die Sonne schien jedoch, und von der Bergstation aus bot sich uns ein atemberaubender Blick auf die umliegenden Calderas. Herrlich!

Blick auf die geschichtsträchtigen Calderas rund um den Teide

Blick auf die geschichtsträchtigen Calderas rund um den Teide

Während mein Lebensgefährte die dünnere Höhenluft gut vertrug, machte sich bei mir bereits nach wenigen Minuten der Kreislauf bemerkbar. Ursprünglich hatten wir beide vor, von der Bergstation aus auf die Spitze des Teide zu wandern. Hierfür braucht man jedoch eine Sondergenehmigung, die man vorher auf der Webseite der Parkverwaltung beantragen muss. Dies ist in erster Linie auf umweltbedingte Gründe zurückzuführen. Es soll vermieden werden, dass zu viele Besucher auf einmal den Berg erklimmen.

Der Gipfel des Teide - dieser ist nur zu Fuß und mit einer besonderen Genehmigung zu erreichen

Der Gipfel des Teide – dieser ist nur zu Fuß und mit einer besonderen Genehmigung zu erreichen

Wir hatten beide diese Genehmigung im Vorfeld eingeholt. Da ich nun jedoch Probleme mit dem Kreislauf hatte, entschieden wir, dass mein Lebensgefährte alleine auf die Spitze wanderte und ich in der Zeit unten blieb. Eine Weile setzte ich mich auf einen Felsen, bis ich mich an die dünne Luft gewöhnt hatte und es mir besser ging. Danach begann ich, die Umgebung rund um die Bergstation zu erkunden.

In dieser Höhe besteht für Besucher die Möglichkeit, auf zwei Wegen zu wandern. Der Weg Nr. 11 führt zum Aussichtspunkt Mirador de la Fortaleza, von dem man einen tollen Ausblick auf die Nordseite Teneriffas hat. Mittig liegt das Orotava-Tal, daneben die Hügel des Esperanza-Waldes. Bei guter Sicht kann man bis in das im Osten Teneriffas liegende Anaga-Gebirge blicken. Der Weg Nr. 12 führt zum Aussichtspunkt auf den Vulkan Pico Viejo. Entlang der Route haben die Wanderer einen imposanten Ausblick auf die Südseite der Insel. Vor allem die Sicht auf die Caldera Cañadas del Teide mit ihren vertikalen Grenzwänden bleibt unvergesslich. Läuft man den Weg so Ende, so kann der Besucher direkt auf den farbenfrohe Krater des Vulkans Pico Viejo und die beiden Zwillings-Felsformationen, der Roque de García und die Montaña Guajara blicken.

Wanderweg Nr. 12 auf der Südseite des Teide

Wanderweg Nr. 12 auf der Südseite des Teide

Bei meiner Erkundungstour entschied ich mich für den Weg Nr. 12, allerdings lief ich diesen nicht ganz zu Ende. Immer wieder musste ich innehalten und die einzigartige von schroffen Felsen gesprägte Umgebung auf mich wirken zu lassen.

Innehalten vor einer eindrucksvollen Kulisse

Innehalten vor einer eindrucksvollen Kulisse

Da die Wege sehr steinig sind, kam ich als ungeübter Wanderer eher langsam voran. Immer wieder begegnete ich Eidechsen, die zu den typischen Bewohnern der Kanaren gehören. Ich fotografierte einige von ihnen, doch da diese Tiere sehr flink sind, stellte sich dieses Unterfangen als nicht ganz einfach heraus. 

Eidechsen - Typische Bewohner der Insel

Eidechsen – Typische Bewohner der Insel

Bevor ich umkehrte, machte ich auf einem am Rand des Bergmassivs liegenden Felsen Rast. Während ich die Aussicht auf das einzigartige Landschaftsbild genoss, erblickte ich unten kaum sichtbar das einzige Hotel  Parador Nacional im Nationalpark, daneben die Landstraße und ein Stück weiter die Felsformationen Roque de García. Ein wenig später trat ich den Rückweg an.

Als ich die Bergstation wieder erreichte, traf nur kurze Zeit später auch mein Lebensgefährte ein. Wie ich hatte auch er einiges zu berichten. Aufgrund der dünnen Luftverhältnisse ging bei ihm der Aufstieg der letzten rund 160 Meter relativ langsam voran. Nach etwa 40 Minuten erreichte er den Kraterrand. Um auf die höchste Stelle des Teide zu gelangen, musste er allerdings auf die andere Seite des Kraters laufen. Da das letzte Stück des Weges sehr steinig ist, war das Laufen hier weniger komfortabel. Sein Fazit insgesamt lautet jedoch, dass auch hier keine großartigen Vorerfahrungen als Wanderer erforderlich sind. Belohnt wurde mein Lebensgefährte am Ende des Weges mit einem imposanten Rundumblick unter anderem auf den Nationalpark, die Küsten von Teneriffa sowie die Nachbarinseln La Gomera, Gran Canaria, La Palma und das 200 Kilometer entfernte Eiland Fuerteventura. Während seines 15minütigen Aufenthalts am Krater konnte er viele schöne Bildaufnahmen machen, neben der tollen Aussicht auch vom Inneren des Kraters und der dortigen Messstation. Der Abstieg zur Bergstation ging wesentlich schneller. Er erreichte diese nach etwa 20 Minuten.

Gegen 16 Uhr traten wir mit der Seilbahn die Rückfahrt zur Talstation an. Unten angekommen stärkten wir uns erst einmal in dem dort untergebrachten Café. Dieser Ausflug wird uns noch lange in Erinnerung bleiben.

 

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Autorin: Irene Börjes
Broschiert: 216 Seiten
Verlag: Zech Verlag; Auflage: 1., Aufl. (10. April 2006)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-8493485702
Größe: 19,2 x 12,4 x 1,8 cm

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