Der Hochablass – Welterbe in Augsburg

Während unserer mehrtägigen Städtereise nach Augsburg haben wir auch den sogenannten Hochablass besucht, der eines der Highlights vor Ort ist. Bei diesem handelt es sich um ein im Fluss Lech errichtetes Stauwehr, von dem das Wasser für die Kanäle in der Augsburger Innenstadt und den Industrievierteln im Osten abgeleitet wird. Historisch gesichert ist, dass die Einwohner der Stadt den Fluss Lech bereits 1346 für ihre Wasserversorgung nutzten.

Die heutige Anlage ist allerdings erst zwischen 1911 und 1912 entstanden, nachdem ein Jahrhunderthochwasser 1910 die vorherige Konstruktion zerstört hatte. Im Zuge dessen sind auch der zugehörige Glockenturm und sein Querhaus entstanden. Vor noch nicht allzu langer Zeit integrierten die Stadtwerke Augsburg ein Wasserkraftwerk in den Hochablass, das unter anderem der Stromerzeugung dient.

Welche Kräfte am Hochablass am Wirken sind – einfach faszinierend!
Der Hochablass ist heute ein beliebtes Ausflugsziel bei Besuchern in der Region und darüber hinaus. Im Hintergrund der Aufnahme ist der von 1911 bis 1912 erbaute Glockenturm mit dem Querhaus zu sehen.

Das imposante Stauwehr ist Teil des Augsburger Wassermanagements, das sich seit 2019 auf der Liste der UNESCO-Welterbe befindet. Als Ausflugsziel erfreut es sich bei Besuchern in der Region und darüber hinaus großer Beliebtheit.

Während unseres Aufenthalts am Hochablass habe ich ein Video gedreht, das im Folgenden zu sehen ist.

Video:

Die Klosterinsel Reichenau im Bodensee

Das im Jahr 2000 zum UNESCO-Welterbe erklärte Eiland besticht durch seine einmaligen geschichtsträchtigen Bauwerke sowie sein authentisches und mediterranes Ambiente

Meinen heutigen Blogbeitrag widme ich der bei Einheimischen und Touristen sehr beliebten Insel Reichenau, die wir im Zuge unseres Bodensee-Urlaubs im vergangenen Sommer besucht haben. Dieses sehr sehenswerte Eiland ist das größte im Bodensee.

2000 wurde es auf die Liste der UNESCO-Welterbe genommen. Grund war die hervorragende religiöse und kulturelle Rolle des Benediktinerklosters Reichenau, das allein durch sein äußeres Erscheinungsbild noch heute sehr eindrucksvoll ist. Gegründet wurde es im Jahr 724 von dem heiligen Pirminius, ab 1540 war es dem Amt des Konstanzer Bischofs unterstellt. Neben Fulda und St. Gallen zählt die Abtei zu den bedeutendsten Klöstern aus der karolingischen Zeit. Heute ist in seinen Räumlichkeiten das Rathaus der Gemeinde Reichenau untergebracht.

Kloster Reichenau

Blick auf einen Teil des einstigen Benediktinerklosters Reichenau, das im Jahr 724 von dem Heiligen Pirminius gegründet wurde.

Das sich an die Abteigebäude anschließende Münster St. Maria und Markus war einst die Kirche des Klosters Reichenau. Geweiht wurde es im August 816 zu Ehren der Gottesmutter Maria. Heute ist es die katholische Pfarrkirche des Ortsteils Mittelzell. Hervorzuheben an dem Gebäude sind insbesondere der gotische Chor sowie das romanische Westwerk mit dem historischen Turm. Dieser westliche Teil des Gotteshauses ist dem Evangelisten Markus geweiht, dessen Gebeine sich in der dortigen Schatzkammer befinden. Während unseres Ausflugs über das Eiland haben wir auch den an der Rückseite der Kirche liegenden Klostergarten besucht, der 1991 nach historischem Vorbild neu angelegt wurde. Dieser ist für Besucher frei zugänglich. Angebaut werden hier verschiedene Sorten an Salat, Gemüse und Kräutern.

Klostergarten Reichenau mit Münster St. Maria und Markus

Der Kräutergarten des Klosters Reichenau, der 1991 nach historischem Vorbild neu angelegt wurde. Im Hintergrund ist ein Teil des Münster St. Maria und Markus zu sehen.

Ein weiteres imposantes Bauwerk der Insel Reichenau ist die romanische Säulenbasilika St. Peter und Paul, die zum Ortsteil Niederzell gehört. Erbaut wurde das aktuelle Gotteshaus 1080 an der Stelle einer von Bischof Egino errichteten Kirche, die zuvor angebrannt war. Beeindruckend sind vor allem seine beiden markanten Türme an der Ostseite. Als einzigartig gelten zudem die romanischen Wandmalereien im Inneren des Gebäudes. Angefertigt wurden diese in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts.

Die Basilika St. Peter und Paul auf der Insel Reichenau

Die romanische Basilika St. Peter und Paul, die 1080 an der Stelle einer von Bischof Egino errichteten Kirche neu aufgebaut wurde

Die Insel Reichenau besticht vor allem durch ihr authentisches Ambiente. In den Gärtnereien, auf den Feldern sowie den Rebhängen wachsen eine Vielzahl an Gemüsesorten, Kräutern und Weintrauben. In der warmen Jahreszeit blüht es zudem überall auf dem Eiland in sämtlichen Farben.

Während unserer Tour auf Reichenau habe ich das folgende Video erstellt, das einen Eindruck über die vielseitige Bodensee-Insel vermittelt. Zudem informiert es in kompakter Weise über die bedeutendsten Sehenswürdigkeiten. Ich lade euch sehr herzlich zu diesem kleinen virtuellen Ausflug über das Eiland ein.